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Schutz von Kraftwerken: Bundesheer übt im Innviertel

Auf dem Gelände des stillgelegten Werks in St. Pantaleon wurden verschiedene Szenarien zur Sicherung kritischer Infrastruktur durchgespielt.
Zwei Personen fotografieren mit ihren Smartphones zwei schwer bewaffnete Soldaten in Tarnkleidung vor einem Kraftwerk.

Zusammenfassung

  • Das Bundesheer trainierte in Riedersbach erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs in Oberösterreich umfassend den Schutz eines Energieversorgers.
  • 130 Soldatinnen und Soldaten übten zwei Wochen lang auf dem Gelände des stillgelegten Kohlekraftwerks die Sicherung und Rückeroberung kritischer Infrastruktur.
  • Im Fokus standen das Zusammenspiel von Truppe, Fahrzeugen und Spezialkräften sowie die Zusammenarbeit mit dem Betreiber unter realitätsnahen Bedingungen.

Erstmals seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat auf oberösterreichischem Boden das Bundesheer den Schutz eines Energieversorgers umfassend trainiert.

Zwei Wochen Übung

130 Soldatinnen und Soldaten der Garnison Ried im Innkreis haben auf dem Gelände des stillgelegten Kohlekraftwerks Riedersbach der Energie AG Oberösterreich geübt, wie kritische Infrastruktur in außergewöhnlichen Bedrohungslagen zu schützen ist. Am Donnerstag gab man Einblicke in die Übung.

Zwei Wochen lang wurden unterschiedliche Szenarien zur Sicherung einer Industrieanlage durchgespielt. Dabei ging es um das Zusammenspiel von Soldatinnen und Soldaten, Fahrzeugen, darunter vier Schützenpanzer, und spezialisierten Einheiten, aber auch um die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesheer und einem Betreiber kritischer Infrastruktur.

Keine Drohnen im Einsatz

Es galt, das angegriffene Kraftwerk zu verteidigen und wieder in Besitz zu nehmen, ohne es zu schädigen, erläuterte Übungsleiter Maximilian Staudinger. Es handle sich um einen „hochanspruchsvollen, luft- und bodengebundenen Einsatz“. Drohnen seien nicht zum Einsatz gekommen, aber Flieger hätten Luftaufnahmen gemacht.

Die stillgelegte Anlage mit den noch vorhandenen Gebäuden habe es ermöglicht, komplexe Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu üben, ohne einen laufenden Versorgungsbetrieb zu beeinträchtigen, hieß es weiter. „Kritische Infrastruktur ist längst Teil sicherheitspolitischer Auseinandersetzungen geworden. Angriffe erfolgen dabei nicht nur militärisch. Sie können digital, physisch oder durch den Einsatz von Drohnen erfolgen“, hob Energie AG-CEO Leonhard Schitter die Wichtigkeit derartiger Übungen hervor.

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