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Chronik Oberösterreich
06/30/2012

Bub (6) von Radsportler schwer verletzt

Der kleine Dominik liegt mit schweren Kopfverletzungen im Spital. Ein Downhill-Biker hat das Kind brutal gerammt.

von Michael Petermair

Der Ausflug auf den Wurbauerkogel bei Windischgarsten hätte für sechs Kindergartenfreunde bei traumhaft schönem Wetter zu einem unvergesslichen Erlebnis werden sollen. Für einen Buben, den sechsjährigen Dominik, endete der Tag allerdings im Spital – auf der Intensivstation.


Es war am Freitag, kurz nach 15 Uhr. Die Kinder aus Windischgarsten gingen mit drei erwachsenen Begleitpersonen talabwärts, auf einem markierten Wanderweg Richtung   „Alpine Coaster“. Sie hatten geplant, zwei, drei Mal mit der Sommerrodelbahn zu fahren.

Roadgap

Plötzlich tauchte hinter der Gruppe – auf Höhe einer Forststraße – ein 39-Jähriger aus St. Martin im Mühlkreis auf, der mit seinem Mountainbike die Downhillstrecke vom Wurbauerkogel hinunterraste. Bei der Kreuzung zu der Forststraße sprang der Radsportler über einen sogenannten „Roadgap“ (Schanze über Wege), dabei erfasste er  den sechsjährigen Dominik in vollem Tempo.

Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der kleine Bub mehrere Meter mitgerissen und erlitt schwere Kopfverletzungen. Der 39-jährige Biker stürzte, er kam mit einer Blessur an der rechten Schulter davon.
Zwei Zeugen, die nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt mit Wartungsarbeiten am „Alpine Coaster“ beschäftigt waren, alarmierten sofort die Einsatzkräfte.

Umstrittene Strecke

Der Rettungshubschrauber brachte den Sechsjährigen  ins AKH Linz, wo er im Schockraum betreut wurde. Wenig später ging es für Dominik weiter in die Landesfrauen- und Kinderklinik. Dort liegt er nun auf der Intensivstation. „Es besteht zum Glück keine Lebensgefahr mehr“, so eine Spitalssprecherin.

Die Downhillstrecke für Mountainbiker vom Wurbauerkogel ist seit Jahren heftig umstritten, weil   sie mehrfach von einem Wanderweg  gekreuzt wird. „Mich wundert es, dass nicht schon früher ein schlimmer Unfall passiert ist. Ich hoffe nur, dass jetzt endlich gehandelt und die Strecke gesperrt wird“, sagt Erika Ansensteiner, Kassierin bei der Sommerrodelbahn.  

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