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Chronik Oberösterreich
12/05/2011

Bischof nimmt Abberufung des Kopfinger Pfarrers zurück

Der umstrittene polnische Administrator Andrej Skoblicki darf weiter in der Pfarre Kopfing bleiben.

Der umstrittene Pfarrer von Kopfing, der polnische Priester Andrej Skoblicki, bleibt doch im Amt. Bischof Ludwig Schwarz hat seine am 18. September 2011 veröffentlichte Entscheidung über die "Entpflichtung" des Geistlichen per 6. Oktober nach negativen Reaktionen zurückgenommen.

"Der wichtigste Umstand für meine Entscheidung, nämlich die große Sorge um die Zukunft der Pfarrgemeinde Kopfing und die Gefährdung der Einheit, konnte von vielen Gläubigen nicht nachvollzogen werden", begründet Schwarz.

Obwohl es zuvor ausführliche Gespräche - sowohl mit Vertretern der verschiedenen Positionen, als auch mit dem Pfarradministrator selbst - gegeben habe, bei denen er auch ein gewisses Verständnis für seine Absicht gefunden habe, hätte sich in den folgenden Tagen die tiefe Betroffenheit bei vielen der Kirche und dem Pfarradministrator verbundenen Menschen abgezeichnet.

Eine weitere Voraussetzung für die geplante rasche Ablöse habe in der vorgesehenen unmittelbaren Nachbesetzung durch einen anderen Priester bestanden. Der Kandidat habe jedoch seine ursprüngliche Bereitschaft, sich versöhnend auf den pfarrlichen Konflikt einzulassen, kurzfristig zurückgenommen.

Christenverfolgung

Der polnische Priester, der laut seinen Gegnern für "sektenähnliche Zustände" verantwortlich sein und uneheliche Kinder als "Kinder der Sünde", die Schule als "Teufelswerk" oder Lehrkräfte als "vom Satan besessen" bezeichnet haben soll, habe ihm versichert, dass er erneut auf alle Menschen guten Willens zugehen wolle, erklärte Schwarz.

Zu der Entpflichtung hatte sich nach deren Bekanntwerden auch der Salzburger Weihbischof Andreas Laun geäußert. Er sprach von "innerkirchlicher Christenverfolgung".

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