© POLIZEI NEUSIEDL AM SEE JULIA GEITER/Julia Geiter

Chronik Oberösterreich
08/26/2014

Waffennarr baute Selbstschussanlage – Polizist verletzt

85-Jähriger spannte Stolperdraht, Beamter löste mit Platzpatronen geladene Schussanlage aus.

von Christoph Weiermair

Schwere Verletzungen am Ohr hat sich ein Polizist bei einem Einsatz auf einem Privatgrundstück in Pfaffstätt, Bezirk Braunau (OÖ), zugezogen. Der Beamte und sein Kollege waren von Nachbarn zum Anwesen eines 85-Jährigen gerufen worden, weil dort angeblich ein Schuss gefallen war. Weil sich der Pensionist nicht meldete, betraten die Polizisten das eingefriedete Grundstück durch ein angelehntes Tor. Dabei löste ein Beamter eine mit Stolperdraht als Zünder versehene Selbstschussanlage aus. Die Anlage war verdeckt in etwa einem Meter Höhe an einen Holzpfahl montiert und mit einer Platzpatrone des Kalibers 16 geladen.

Nach dem Schuss verspürte ein Beamter einen stechenden Schmerz und ein anhaltendes Pfeifen im Ohr. Gegen den Pensionisten wurde nach dem Vorfall ein Waffenverbot erlassen. Bei dem 85-Jährigen wurden zwölf Gewehre, drei Pistolen und Revolver sowie ein Schalldämpfer und insgesamt 1797 Schuss Munition sichergestellt. Der verheiratete Mann, der wegen Nachbarschaftsstreitigkeiten bereits seit einigen Jahren amtsbekannt ist, besaß sämtliche Schusswaffen legal. Er wurde wegen Körperverletzung angezeigt.

Laut Polizei war die Selbstschussanlage bis vor einigen Jahren im Internet erhältlich. Ob der Pensionist das Gerät wegen des Konflikts mit seinen Nachbarn montiert hat, ist nicht geklärt.

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