Chronik | Oberösterreich
13.11.2016

Bezaubernde, unterhaltsame Reise ins ferne Land Phantásien

Heute feiert "Die unendliche Geschichte" in den Kammerspielen Premiere. Der KURIER war schon vorab mit dabei. Sehenswert!

Die Kinder waren nicht auf ihren Sesseln zu halten, da wurde mitgefiebert, gestaunt, dem Helden Mut zugesprochen und mit den Protagonisten interagiert. Bei der Preview am Freitag war bereits zu sehen, dass die Umsetzung von Michael Endes Kinderbuchklassiker "Die unendliche Geschichte" als Bühnenstück jung wie alt gleichermaßen begeistert.

Zum Inhalt: Bastian Balthasar Bux taucht in die geheimnisvolle Geschichte des Landes Phantásien ein, das in großer Gefahr ist. Seine Herrscherin, die kindliche Kaiserin, ist schwer krank und ein näher rückendes Nichts droht das Land zu verschlingen. Atréju macht sich auf eine abenteuerliche Reise, um ein Heilmittel für die Kaiserin zu finden. Dabei begegnet er vielen skurrilen Gestalten und lustigen Kreaturen. Sein Freund und Helfer ist der Drache Fuchur. Und der Menschenbub Bastian dringt immer tiefer in die Geschichte ein, die er schließlich stark beeinflusst.

Für die Regie zeichnet Martin Philipp verantwortlich, der sich nah am Original hält. Die grandiosen Kostüme, die für Staunen und Heiterkeit sorgen und die einzelnen Charaktere perfekt unterstreichen, stammen von Lea Reusse.

Beachtlich ist die Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler, die wendig in etliche Rollen schlüpfen müssen. Die Hauptrollen in der Erstbesetzung werden von Schauspiel-Studenten der Anton Bruckner Privatuni bestritten, die erstmals in einem Großprojekt mitwirken – und alle überzeugen. Da wird mit großer Unterhaltungskunst und Komik genauso jongliert wie mit berührenden, tiefgründigen Momenten. Und das alles, ohne in kitschigen Kinderklamauk abzurutschen. Sehenswerter Ausflug in fantastische Welten!

www.landestheater-linz.at