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Beamtin soll ihrem Nachbarn Staatsbürgerschaft ausgestellt haben

Das Land Oberösterreich informierte Staatsanwaltschaft. Das Dienstverhältnis wurde aufgelöst. Die Beamtin bestreitet die Vorwürfe.
Ein Schild mit der Aufschrift „Staatsbürgerschaftsnachweis“ und ein grünes Notausgangsschild.

Eine - mittlerweile ehemalige - oberösterreichische Beamtin, die für die Ausstellung von Staatsbürgerschaften zuständig war, soll ihrem tschetschenischen Nachbarn die österreichische Staatsbürgerschaft verschafft haben, obwohl die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren.

Das Land bestätigte am Freitag einen entsprechenden Krone-Bericht. Das Dienstverhältnis mit der Frau wurde mittlerweile aufgelöst und der Fall der Staatsanwaltschaft Linz gemeldet.

Kein Verleihungsbescheid

Die Causa flog durch Zufall auf: Laut dem Artikel fiel dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA), das einen Asyl-Eintrag im Zentralen Fremdenregister vornehmen wollte, auf, dass der Mann im Zentralen Melderegister als Österreicher aufschien. Bei weiteren Recherchen stellten sich noch andere Ungereimtheiten heraus, u.a. dass es in den elektronischen Unterlagen keinen entsprechenden Verleihungsbescheid gab. Die Verdächtige soll die Vorwürfe bestreiten.

Bei der Staatsanwaltschaft Linz bestätigte man den Eingang einer entsprechenden Meldung. Diese sei am Mittwochnachmittag erfasst worden und müsse jetzt geprüft werden. Im Raum steht der Verdacht des Amtsmissbrauchs. Landesamtsdirektor Thomas Schäffer hat zudem die Interne Revision beauftragt, sämtliche Passvergaben zu überprüfen.

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