Zwei Jahrzehnte bis zur Autobahn

Zwei Jahrzehnte bis zur Autobahn
Karl Wilfing gilt als Vater der Weinviertelautobahn. Jetzt ist die Straßenverbindung fertig.

Die Großglockner Hochalpenstraße gilt bis heute als Meisterleistung österreichischer Ingenieurskunst und touristische Top-Attraktion. Die Realisierung des spektakulären Alpenübergangs dauerte insgesamt 13 Jahre. Als 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über die Hohen Tauern vorlegte, erntete sie vorwiegend Spott.

Mit teils scharfem Gegenwind hatte auch der junge Bundesrat Karl Wilfing zu kämpfen, als er 1998 seine politische Vision einer Autobahn durchs Weinviertel an die tschechische Grenze formulierte. Auf die Umsetzung des Projekts musste der „Vater der Nordautobahn“ aber acht Jahre länger warten, als damals die Initiatoren der Hochalpenstraße. Aber nach insgesamt 21 Jahren erlebt der heutige Landtagspräsident Wilfing am Wochenende die Eröffnung des letzten Teilstücks der A5 bei Drasenhofen. Der KURIER traf ihn zum Gespräch.

„Ja, das war meine politische Lebensaufgabe“, sagt der heute 59-Jährige. „Umso erfreulicher ist, dass es geklappt hat. Nicht vielen Politikern ist es vergönnt, solche Erfolge noch in ihrer aktiven Zeit zu erleben.“

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