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„Zukunftsrat“: Mödlings Stadtpolitik will Bürger stärker beteiligen

Zufällig ausgewählte Mödlingerinnen und Mödlinger sollen mit Experten aktuelle Themen besprechen und öffentlich diskutieren.
Das Gemeindeamt von Mödling

Mehrere Projekte der rot-grünen Stadtregierung in Mödling haben seit dem Start der neuen Koalition im Frühjahr 2025 für emotionale Diskussionen und auch reichlich Kritik gesorgt. Um Bürgern künftig mehr Möglichkeiten zur Beteiligung an der Stadtpolitik zu bieten, schafft man nun ein neues Modell.

Ein „Zukunftsrat“ soll sich mit zentralen Fragen der Stadtentwicklung befassen.

„Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln und den Dialog zwischen Bevölkerung, Verwaltung und Politik nachhaltig zu stärken“, sagt Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ). „Der Zukunftsrat soll Empfehlungen an den Gemeinderat erarbeiten.“

 

Dazu sollen sich „etwa zwölf zufällig ausgewählte Mödlingerinnen und Mödlinger, die möglichst vielfältig die Bevölkerung widerspiegeln, einmal jährlich intensiv mit strategischen Themen beschäftigen“. Etwa mit der Zukunft der Innenstadt, der Mobilität, dem öffentlichen Raum, Wohnen oder dem Zusammenleben der Generationen. Unterstützt werden sie von unabhängigen Experten. Die Ergebnisse will man dann „in einem öffentlichen Zukunftsrat-Café präsentieren, diskutieren und anschließend der Politik übergeben“.

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Bürgermeisterin Silvia Drechsler und Vizebürgermeister Rainer Praschak.

Die ausgewählten Bürger sollen fundierte Informationen erhalten und gemeinsam Empfehlungen entwickeln, so Vizebürgermeister Rainer Praschak (Grüne). „Lokales Wissen wird so besser genutzt und die Akzeptanz wichtiger Zukunftsentscheidungen steigt. Der Zukunftsrat versteht sich ausdrücklich als beratendes Gremium, dessen Empfehlungen in die politischen Entscheidungsprozesse einfließen. Das Modell folgt international erfolgreichen Beispielen, wie etwa dem Bürgerdialog Ostbelgien.“

Und Praschak ist überzeugt: „Eine erfolgreiche Stadtentwicklung lebt von unterschiedlichen Perspektiven. Der Zukunftsrat bringt das Wissen und die Alltagserfahrungen der Menschen direkt in die strategische Planung ein. Dadurch entsteht mehr Verständnis für Veränderungen und letztlich eine höhere Qualität unserer Stadtentwicklung.“

Bürgermeisterin Silvia Drechsler sieht den „demokratiepolitischen Mehrwert“: „Bürgerinnen und Bürger erhalten die Möglichkeit, sich informiert und auf Augenhöhe an wichtigen Zukunftsfragen unserer Stadt zu beteiligen. Das stärkt das Vertrauen in politische Entscheidungen.“

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