Chronik | Niederösterreich
25.02.2018

Zu Gast bei: Eine magische Liebesgeschichte

Zauberhafte Beziehungsratschläge von den weltbesten Mentalmagiern Amélie van Tass und Thommy Ten.

Als der KURIER bei dem Zaubererduo für ein Interview anfragte, wurde als nächster freier Termin ein Tag im August genannt – so begehrt sind Amélie van Tass und Thommy Ten derzeit. Zwischen zwei ausverkauften Auftritten in Grafenegg schaffen es die gebürtigen Sankt Pöltner aber doch auf ein schnelles Mittagessen ins Ristorante Firenze Pizzeria in der Kremser Innenstadt.

Seit drei Jahren betreibt der Italiener Vito Gianfreda mit seiner Frau das Lokal. Mit viel Liebe zum Detail und kräftigen Farben wurde das Gebäude renoviert, und jeder Raum individuell gestaltet. Unter einem Gold umrahmten Spiegel sitzen nun die amtierenden Weltmeister der Zauberkunst, Amélie van Tass und Thommy Ten.

Seit Ende Jänner touren "The Clairvoyants" durch Österreich und hinterlassen, wohin sie auch kommen, offene Münder und erstaunte Gesichter. Bei ihrer Show erraten die beiden die Gedanken des Publikums, und zaubern Gegenstände aus dem Nichts hervor. Gerade knackten sie die 100.000-Besucher-Marke. "All die Titel, die wir schon bekommen haben, sind ganz nett, aber die Verblüffung der Menschen ist für uns die größte Auszeichnung," sagt Thommy.

Zauberer in love

Wenn sie nicht gerade auf Achse sind, tankt das zauberhafte Pärchen Kraft zu Hause in Krems. "Es wie Urlaub, wenn wir hier sind", erzählt Amélie. "Einmal einkaufen zu gehen und selber kochen zu können, das ist fast schon Luxus für uns", ergänzt Thommy. Länger als einen Monat im Jahr sind Amélie und Thommy aber selten daheim.

Kennengelernt haben sich die beiden 2011 bei der Casting-Show "Die Große Chance", als Thommy eine Bühnenpartnerin suchte. Kurz danach funkte es auch privat. "Wir respektieren einander und lassen den anderen einen eigenständigen Menschen sein. Ich bin zum Beispiel sehr unordentlich, Thommy ist überpünktlich – und das ist auch gut so. Man darf sich nicht ändern wollen", sagt Amélie.

Den Valentinstag feierte das Pärchen übrigens bei einem romantischen Abendessen im Firenze. "Da haben wir den Thunfisch mit Ziegenkäse gegessen – der ist einfach der Oberhammer", erzählt Amélie, und bestellt sich dasselbe gleich noch einmal. Thommy übrigens auch.

"Schön" essen

Dabei wurde die Pizza im Firenze 2017 von der Falstaff-Community zur beliebtesten in ganz Niederösterreich gewählt. Gianfreda holt seine Zutaten direkt aus Italien. "Wenn der Burrata einmal aus ist, dann ist das eben so. Dann gibt es erst wieder einen, wenn er nach Italien fährt. Das macht das alles sehr authentisch", betont Thommy. Viel Wert gelegt wird hier aufs "schöne" Essen. "In Italien sagt man bella pizza – also schöne Pizza", erklärt Gianfreda. "Natürlich muss das Essen gut sein, aber es muss auch schön sein. Das ist auch unser Motto."

"Kein Tiramisu?", fragt Gianfreda. Die Nachspeise lassen Amélie und Thommy heute weg. "Man muss in Form bleiben, um jeden Abend auf der Bühne stehen und 100 Prozent geben zu können", erklärt Thommy. Im Frühling geht es weiter nach Amerika, bevor im Sommer zum großen Open-Air-Tour-Finale nach Grafenegg, Graz und Linz geladen wird.

"Im Moment passt es einfach, das Reisen. Wer weiß, wie das in ein paar Jahren ist", sagt Amélie. Kinder? "Irgendwann einmal." Als "Probe" haben die beiden seit Kurzem Hund Koni, der überallhin mitkommt – und mit Amélie van Tass und Thommy Ten die Welt verzaubert.

- Caroline Ferstl