Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Wodka - Hochprozentiges in Buchform

Alles über den klaren Spirit, Cocktails und Barfood - Rezepte zum Nachmachen: Leberpaté auf Röstbrot, Quinoasalt, Moscow Mule und Proud Diva.

Wodka ist russisch, hochprozentig und im Trend. Dass der reine Brand noch viel mehr ist als die meisten glauben zeigt das im Leopold Stocker Verlag erschienene Buch, das schlicht den Namen der Spirituose trägt. Auf nicht weniger als 216 Seiten präsentiert die Autorin Vera Grigorjewa eine akribische Sammlung von Informationen und viel Wissenswertes rund um das Thema Wodka.

Wodka - das Buch - liefert detailliert Historisches, genaue Angaben zur Entwicklung der Destillationsverfahren und beschäftigt sich mit Alkoholometrie - der Wissenschaft über den Alkoholgehalt von Spirituosen. Hinsichtlich der Herstellung, der Technologie und der Rohstoffe zur Wodkaerzeugung bleiben keine Fragen offen. Der russischen Tischkultur - wo Wodka eine tragende Rolle zukommt - wird ebenso ein Kapitel gewidmet, wie dem Thema Wodka und Gesundheit. Der Wodka-Fan erfährt, wie man den klaren Brand richtig serviert, wie man ihn trinkt, degustiert und lagert. Sollte der Leser nun selbst ans Werk gehen wollen - die theoretische Basis wird mit diesem Buch auf jeden Fall geschaffen. Im Anhang findet man außerdem Informationen zu gesetzlichen Rahmenbedingungen und Regelungen.

Viel Theorie und ein wenig Praxis

Die Wodka-Lektüre wird durch 14 Cocktail-Anleitungen sowie durch zwölf Barfood-Rezepte von Sternekoch Heiko Anoniewicz zwar aufgelockert, behält den Charakter einer wissenschaftlichen "Abhandlung" über Wodka jedoch bei. Die ausführliche Bebilderung und Illustration im theoretischen Teil, sowie die brillianten Food-Fotos von Ralf Müller bieten eine willkommene Ergänzung und Abwechslung.


Buchtipp:
WODKA
W. S. Grigorjewa
Leopold Stocker Verlag
216 Seiten, 34,90 €

Barfood - Mehr als ein schnelles Häppchen

Für Wodka-Fans sollte nicht nur der Spirit hochprozentig sein, sie legen auch großen Wert auf die passenden "Häppchen". Qualitativ hochwertige und experimentelle Küche stellen den idealen Begleiter für Wodka dar. KURIER.at hat zwei Barfood-Rezepte zum Nachkochen - damit sorgen Sie bei der nächsten Cocktail-Party für Gaumenfreuden!

Rezepttipp: Röstbrot mit Knoblauch und Leberpaté (molekular)

Zutaten
10 Scheiben Graubrot (Schwarzbrot)
1 Knoblauchzehe
10 Knoblauchblüten
100 g Leberpaté
200 ml Rote-Bete-Saft
15 g vegetarische Gelatine von Sosa
100 ml Milch
1 Zwiebel
1 g Lecite (Texturas Ferran Adriá, Sojalecithin)

Zubereitung

Beim Graubrot darauf achten, dass die Scheiben eine Stärke von 0,8 cm haben. Das Brot in Stücke von 2 x 6 cm schneiden und mit dem Olivenöl rösten, so dass es außen knusprig ist. Das noch warme Brot mit der Knoblauchzehe kurz einmal einreiben. Die Paté in gleich große Segmente schneiden. Den Rote-Bete-Saft mit der Gelatine verrühren und einmal aufkochen lassen. Abschäumen und auf vorgewärmte Kunststofftabletts gießen. Gleichmäßig verlaufen lassen. Kurz kalt stellen und die Lebersegmente darin einwickeln. In gleichmäßige Happen schneiden. Die geschälte Zwiebel ca. 20 Minuten in heißer Milch ziehen lassen und absieben. Die Zwiebelmilch mit dem Lecite montieren und stehen lassen. Dann schaumig aufschlagen, abschöpfen und auf den Happen arrangieren. Mit den Knoblauchblüten garnieren.

Ein weiteres Rezept aus der "Wodka-Küche" sowie zwei Wodka-Cocktails zum Nachmachen finden Sie unter folgendne Links:

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