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Wirtschaftskammer NÖ muss nachbessern

Die geplanten Einsparungen der Wirtschaftskammer Österreich zwingen auch die Länderkammern zu Maßnahmen.
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Wolfgang Lehner

Mit der Bekanntgabe der Einsparungen in der Höhe von 100 Millionen Euro und einem Viertel der Belegschaft in der Wirtschaftskammer Österreich sorgte Präsidentin Martha Schultz vor wenigen Tagen nach außen hin für einen Paukenschlag. Intern wird in den Länderkammern offiziell - nach einem kurzen Luftholen - von einer „Herausforderung“ und einem „ordentlichen Brocken“ gesprochen. 

In Niederösterreich muss deshalb die Kammerumlage 2 – der Pflichtbeitrag der Arbeitgeber – weiter gesenkt werden. Bereits seit 2024 wurde die heftig kritisierte Umlage schrittweise herabgesetzt. Das Ziel waren insgesamt 12,5 Prozent bis zum nächsten Jahr. Das hätte für einen Mittelbetrieb eine jährliche Entlastung zwischen 2.500 und 4.000 Euro gebracht. Nun muss nachjustiert werden. Bis zum Jahr 2030 soll die Kammerumlage 2 demnach weiter deutlich gesenkt werden.  Um weitere 12,5 Prozent gegenüber 2024. Das soll den Betrieben nach Auskunft der Wirtschaftskammer NÖ letztendlich eine jährliche Ersparnis von 13 Millionen Euro bringen. 

70 bis 80 Mitarbeiter abbauen

Trotz der geringeren Einnahmen wollen die Verantwortlichen am geplanten Mitarbeiterabbau festhalten. So hatten Präsident Wolfgang Ecker (im Bild rechts) und Direktor Johannes Schedlbauer vor wenigen Wochen im KURIER-Gespräch von 70 bis 80 Mitarbeitern gesprochen, die in den nächsten vier Jahren durch natürliche Abgänge eingespart werden sollen. 

Das seien 15 Prozent jener Mitarbeiter, die durch die Kammerumlagen bezahlt werden. Der Rest der 900 Mitarbeiter finanziere sich über das WIFI und die Betreuung der Internate selbst. Warum auf Bundesebene 25 Prozent Mitarbeiterabbau und in Niederösterreich 15 Prozent? Weil die Aufgaben, die Abläufe und die Betreuung vor Ort nicht 1:1 miteinander vergleichbar seien. 

Weniger Vizepräsidenten erst 2030

Heftig kritisiert wird auch die Anzahl der Vizepräsidenten. In Niederösterreich sind es immerhin sechs an der Zahl. Hier wird eine Entscheidung erst mit dem Ablauf der Periode im Jahr 2030 einhergehen. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass es eine deutliche Reduzierung gibt. Denn auch hier hat Martha Schultz im April nach ihrer Wahl zur Präsidentin des Österreichischen Wirtschaftsbundes einen Richtwert vorgegeben, indem sie ihre Vizepräsidenten von fünf auf zwei reduzierte. 

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