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Chronik | Niederösterreich
06/07/2019

Wiener Neustadt: Geplante Sicherheitsschule steht vor dem Aus

Die Armee muss dringend sparen. Nun steht auch die Schule für Sicherheit auf dem Prüfstand. Der Minister muss entscheiden.

Die Airpower, künftige Anschaffungen - und nun auch die Schule für Sicherheit, die als Nachfolgerin des Militärrealgymnasiums ( MilRG) in Wiener Neustadt geplant ist. Im Verteidigungsministerium stehen derzeit viele Projekte auf dem Prüfstand.

Der Grund ist einfach: Die Armee befindet sich, wie vom KURIER berichtet, in einer finanziell prekären Situation. Deshalb muss gespart werden.

Nun will Thomas Starlinger, der neue Minister, viele Vorhaben auf ihre Zweckmäßigkeit prüfen lassen. Wie sein Sprecher Michael Bauer dem KURIER bestätigt, ist davon auch die Bundesheer-Lernschmiede betroffen, die als „Berufsbildende Höhere Schule für Führung und Sicherheit“ auf Basis einer Handelsakademie bereits im kommenden Herbst starten soll. Die Kosten würden sich auf rund 30 Millionen Euro belaufen.

Obwohl bis Freitagmittag noch keine Entscheidung getroffen wurde, wäre ein Aus noch vor dem eigentlich Start brisant, weil 57 Schüler bereits eine Zusage in der Tasche haben. Das Auswahlverfahren ist abgeschlossen. Der Andrang auf einen Schulplatz war weit größer als jene 57 Schüler, die eine Zusage erhalten haben. Neben der Sicherheitsakademie sieht das Projekt auch ein Internat vor.

Kritik

"Die Entscheidung wird sehr zeitnah getroffen werden", betont Bauer. Seitens der Politik ist man jedenfalls schon alarmiert: "Die neue Regierung darf nicht zum Totengräber dieser Schule werden", betonen FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer und der blaue Landtagsabgeordnete Michael Schnedlitz. Sie zählten bereits zu den schärfsten Kritikern, als Ex-Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) 2014 auch das Ende des Militärrealgymnasiums (MilRG) in Wiener Neustadt verkündte. Im Sommer 2018 wurde der Schulbetrieb trotz massiver Proteste endgültig eingestellt.