APA13240480 - 15062013 - WIENER NEUSTADT - ÖSTERREICH: ZU APA 118 CI - Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und der Polizei am Samstag, 15. Juni 2013, in der Nähe der Fundstelle in Wiener Neustadt. Ein seit Freitagmittag in Wiener Neustadt abgängiger zweijähriger Bub ist am Samstag tot in der Fischa aufgefunden worden. Ein Feuerwehrtaucher hatte das Kleinkind unter Treibholz im Fluss entdeckt. APA-FOTO: THOMAS LENGER

© APA/THOMAS LENGER

Wiener Neustadt
06/15/2013

Vermisster Zweijähriger tot gefunden

Das Kind dürfte in der Fischa ertrunken sein.

von Philipp Kienzl

Seit Samstagmittag ist es traurige Gewissheit: Der seit Freitag vermisste zweijährige Mohammed E. aus Wiener Neustadt ist tot. Ein Feuerwehrtaucher entdeckte die Leiche des Kleinkindes unter Treibholz in der Fischa. Rettungskräfte und der Notarzt konnten nichts mehr für den kleinen Buben tun.

Mohammed E. war am Freitag beim Spielen im Hof des elterlichen Wohnhauses spurlos verschwunden. Er dürfte über die steile Uferböschung in der Nähe eines Spielplatzes in die Fischa gestürzt sein. Polizei, Rotes Kreuz und Feuerwehr durchkämmten das Gebiet in der Porsche-Siedlung großräumig. Sogar die Spezialisten der Cobra rückten am Freitag an, da am Anfang eine Entführung nicht ausgeschlossen werden konnte. 50 Wohnungen durchforstete die Einheit – ohne Erfolg. „Es wurde nichts unversucht gelassen, den Buben zu finden“, schildert Jochen Hirschegger. Er ist Landeskommandant der Rot-Kreuz-Suchhundestaffel, die mit mehr als 100 Einsatzkräften und 50 Diensthunden aus ganz Niederösterreich fieberhaft nach dem kleinen Mohammed suchten. In enger Kooperation suchten „Man-Trailer-Hunde“ nach dem Jungen, berichtet Stefan Tucek. Mittels Kleidungsstücken nahmen die Tiere Fährten auf.

„Zwanzig Kameraden sind die Fischa mit Booten abgefahren“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Harald Sander. Mit Unterstützung des Polizeihubschraubers „Libelle“ ist ein großes Areal mit einer Wärmebildkamera genauestens unter die Lupe genommen worden.

In der Porsche-Siedlung kamen unterdessen Gerüchte über ein Gewaltverbrechen auf. „Es gibt keine Anzeichen auf einen Mord“, betont Polizei-Einsatzleiter Johannes Prennsberger. „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt ein tragischer Unfall vor.“

Obduktion angeordnet

Allfällige Zweifel soll eine Obduktion am Montag klären. Ebenso, ob eine Sorgerechtsverletzung der Eltern vorliegt.

Die Nachricht vom Ableben des kleinen Mohammed sorgt in der Josef-Bierenz-Gasse für Trauer. „Ich kann nicht fassen, dass der Bub gestorben ist. Erst vor wenigen Tagen habe ich ihn zusammen mit seiner Mutter und den beiden Geschwistern vergnügt am Spielplatz gesehen“, sagt eine Nachbarin. „Das ist alles sehr, sehr traurig“, fügt sie hinzu.

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