Derzeit noch Baustelle: „citysplash“ soll am 7. Juni eröffnet werden

© /Franz Hagl

St. Pölten
05/13/2014

Wie teuer wird das "citysplash"?

Start am 7. Juni – Rätselraten um Kartenpreise, Duschzeiten sind künftig begrenzt.

von Katharina Fischer

Am 7.Juni soll das neu umgebaute St. Pöltener Sommerbad unter dem Namen "citysplash"eröffnen. Rätselraten gibt es aber um die künftigen Eintrittspreise. Am Montagvormittag wurde zwar ein neues Tarifmodell vorgestellt, genaue Preise wollte Bürgermeister Matthias Stadler aber nicht nennen.

Bei der Preisgestaltung habe man sich an den anderen Bädern in Niederösterreich orientiert. Laut Stadler müsse man aber natürlich berücksichtigen, dass das neue Bad bei Ausstattung und Angebot eines der modernsten im Land sei. Auf Nachfrage die ausweichende Antwort: "Man kann hier nicht von billigeren oder teureren Preisen sprechen. Man muss die Verbesserungen im Blick haben."

Chipkarte

Große Skepsis kommt diesbezüglich aus der Opposition. ÖVP Gemeinderätin Renate Endl versteht das Versteckspiel nicht: "Es sollte keinen Grund geben, die Preise geheim zu halten." Auch die Grünen-Gemeinderätin Nicole Buschenreiter findet das ganze seltsam. "Wahrscheinlich werden die Preise teurer. Sonst hätte man ja nichts zu verstecken", so Buschenreiter.

Sicher ist aber, dass die Besucher künftig per Chipkarte Eintritt ins Bad erhalten. Mit dieser Karte werden die Kästchen und auch die Duschen bedient. Pikantes Detail dabei: Künftig soll jeder Besucher nur mehr fünf Minuten duschen dürfen. Ist diese Zeit vorbei, schaltet sich das Wasser ab. Wieder zum Laufen bringt man es nur, indem man zur Kasse geht und sich weitere Duschzeit "kauft".

Gerechtfertigt wird diese Maßnahme durch ökologischen Gesichtspunkte. In der Vergangenheit sei zu viel Wasser im Sommerbad verschwendet worden. Unverständnis kommt auch hier von der Opposition. FPÖ-Gemeinderat Peter Sommerauer hält dieses Vorhaben für eine "Schnapsidee", die er strikt ablehnt. Auch Buschenreiter sieht nicht ein, warum man auf diese Weise versucht die Leute zu erziehen.

Renate Endl glaubt, dass eine solche Regelung vor allem für Familien und Menschen mit besonderen Bedürfnissen problematisch sei. "Wenn diese Regelung umgesetzt wird, dann muss man gerade für diese beiden Gruppen nach Lösungen suchen, damit es hier nicht zu Streitfällen kommt", so Endl.

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