Uta Matschiner kann ab 5. Dezember sensationelle Theaterpuppenschau präsentieren

© Geschichtliches Museum/Matschiner

Chronik Niederösterreich

Wertvolle Marionetten im Rampenlicht

St. Valentiner Museum gibt Einblick in spektakuläre Puppensammlung

von Wolfgang Atzenhofer

10/08/2021, 05:00 AM

Anders als es der nüchterne Name vermuten lässt, ist das „Geschichtliche Museum St. Valentin“ eine bunte Kulturdrehscheibe. Zwischen eisenbahnhistorischen Exponaten, Römerfunden oder der zerbrechlichen Porzellanfiguren-Sammlung gehen auch flotte Rock-’n’-Roll-Konzerte über die Bühne. Corona bremste die Musikshows zwar aus. Doch für Anfang Dezember bereitet Museumsleiterin Uta Matschiner mit einer sensationellen Theaterpuppen-Ausstellung bereits das nächste Highlight vor.

„Diese Sammlung ist ein toller Schatz, den wir uns noch genauer erforschen müssen“, so Matschiner. Der Sohn eines Wieners, dessen Leidenschaft das Marionetten-Theater war, übergab der Museumsleiterin die umfassende Puppensammlung des Vaters zur sorgsamen Bewahrung. Über 300 unterschiedliche Marionetten sind somit im Besitz des Museums. „Damit tut sich bei uns ab dem 5. Dezember die Wunderwelt der Theaterpuppen auf“, freut sich Matschiner über die neue Sonderausstellung.

Doch so beeindruckend und außergewöhnlich die vermachte internationale Sammlung auch ist, es ist schwierig, die teils unbekannte Herkunft und Geschichte jeder einzelnen Puppe zu erforschen. Als Neuling in der Materie sei sie dabei auf Unterstützung angewiesen, sagt Matschiner.

Puppenspielerin

Deshalb holte sie sich Christa Koinig, die künstlerische Leiterin des Linzer Puppentheaters, mit ins Boot. „Diese Sammlungist einzigartig und es sind sensationelle Puppen dabei“, schwärmt Koinig, die in Oberösterreich auch KURIER-Kolumnistin ist.

Die Expertin hat ihre Fühler bereits ausgestreckt, um für die Ausstellung möglichst viele Geschichten hinter den Figuren zu recherchieren. Bereits identifiziert wurden etwa Marionetten aus der berühmten Hohnstein-Produktion. Auch außergewöhnliche feine und filigrane Tischmarionetten des oö. Puppentheaterspielers und von Autor Gustav Dubelovsky-Gellhorn finden sich in der Sammlung.

Koinig und ihre Puppenspieler werden übrigens im Zuge der Sonderausstellung an Sonntagen im St. Valentiner Museum aufspielen.

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