carla Pop-up Retz: So feierte der Second-Hand-Shop sein Jubiläum
Ilse Fossek wurde als eine der Freiwilligen von Thomas Krottendorfer geehrt, die das carla Pop-up in Retz zu einem sozialen Treffpunkt machen.
Am Wochenende wurde in Retz (Bezirk Hollabrunn) groß gefeiert: Denn der Second-Hand-Laden der Caritas, das carla Pop-up Retz, feierte sein einjähriges Bestehen.
Irene Guschl und Ilse Fossek eröffneten sichtlich bewegt die Jubiläumsfeier: „Das carla hat nicht nur Retz verändert, sondern auch uns persönlich“, sagte Guschl. Fossek ergänzte: „Die vielfältigen Begegnungen und die entstandenen Freundschaften sind eine täglich neue Bereicherung.“
Verbundenheit mit der Retzer Pfarre
Großer Dank galt der Pfarre Retz, die als Vermieterin der Räumlichkeiten zur zentralen „Ermöglicherin“ des Projekts wurde und damit den Auftrag der gelebten Nächstenliebe mit praktischem Leben füllt. Pfarrer Clemens Beirer und die Leiterin der Pfarrcaritas Retz, Helga Schönbauer, unterstrichen durch ihre Anwesenheit diese enge Verbundenheit.
Bürgermeister Stefan Lang fand in seiner Ansprache ebenfalls klare Worte für die Bedeutung der Einrichtung: „Das carla zeigt eindrucksvoll die vielen wertvollen Facetten der Caritas-Arbeit direkt vor Ort auf.“ Es sei ein wesentlicher Mosaikstein im sozialen Gefüge unserer Stadt geworden. „Was mich besonders freut, ist, dass hier der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit zwischen der Stadt, der Pfarre und den Bürgern so vorbildlich funktionieren“, so der Stadtchef.
Filmischer Rückblick
Mit einem Film wurden die Gäste auf eine Reise durch die vergangenen zwölf Monate genommen: Vom Aufbau, der Eröffnung über die ersten Spenden bis hin zu den vielen Begegnungen im Alltag. „Er zeigte ungeschminkt und lebendig, wie aus einer Idee eine Gemeinschaft gewachsen ist“, heißt es in einer Aussendung der Caritas.
Thomas Krottendorfer, Leiter der Caritas-Region Weinviertel, betonte diesen Aspekt in seiner Ansprache: „Ein Pop-up-Store wird oft als flüchtige Erscheinung wahrgenommen, doch carla Retz hat in nur zwölf Monaten tiefe Wurzeln geschlagen“, ist er stolz.
Gegenstände bekommen zweites Leben
Die Pfarre habe der Caritas hier Raum gegeben, damit Nächstenliebe wachsen könne. „Es geht uns darum, Dingen einen Wert und Menschen eine Chance zu geben. Wir schenken Gegenständen ein zweites Leben und schaffen gleichzeitig einen Raum für Inklusion, in dem jeder willkommen ist“, so Krottendorfer.
Dass die Idee lebt, zeigte die Gästeschar: Menschen mit und ohne Behinderung, Stammgäste und Neugierige feierten Seite an Seite. Krottendorfer strich die soziale Kraft dieses Ortes hervor: „Was wir hier in Retz erleben, ist die Caritas-Idee in ihrer reinsten Form: Eine Gemeinschaft, die zusammenhält.“
Begegnungen auf Augenhöhe
Es sei spürbar, wie sehr die Menschen diesen Ort schätzen – nicht nur wegen der Waren, sondern wegen der Begegnung auf Augenhöhe. Das Pop-up sei ein Ort, so Krottendorfer, an dem jeder niederschwellig seinen Platz finde.
Er dankte auch den zahlreichen Spenderinnen und Spendern. Wie wichtig diese Einrichtung gerade in wirtschaftlich fordernden Zeiten ist, zeigten Rückmeldungen nach der Feier: Für viele Besucher, insbesondere für Mindestpensionisten, stellt der Shop eine wesentliche finanzielle Entlastung dar.
Second-Hand-Outfits bei Modenschau präsentiert
Ein Highlight war die Jubiläums-Modenschau. Freiwillige präsentierten unter großem Applaus stilvolle Second-Hand-Outfits. Für besonderen Jubel sorgten drei Kinder, die Kindermode vorführten. Ohne die 13 Freiwilligen wäre dieser Erfolg nicht denkbar, hieß es im Zuge des Jubiläums.
Stellvertretend wurden Frau Strobl, die über 52 Wochen lang jeden Termin mit ihren Kuchenspenden versüßte, sowie Ilse Fossek, deren Dekoration den Laden prägt, geehrt. Der feierliche Nachmittag fand seinen krönenden Abschluss beim Anschnitt der großen Geburtstagstorte.
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