Die Kunden freuen sich über den einzig verbliebenen Nahversorger im Ort. Für Martina Seidl gibt es deshalb nur eine Wahl bei der Aktion

© /Stefan Sailer

Alberndorf
10/27/2014

"Weil es einfach nah und frisch ist"

Die Kunden sind froh, dass der Nahversorger im Ort gehalten werden konnte.

Seit mittler weile einem halben Jahr ist Birgit Schiefer nun Chefin ihres eigenen Geschäfts. Die Routine und Erfahrung hat die 36-Jährige zwar aus ihrer mehr als zehnjährigen Tätigkeit als Filialleiterin einer Supermarktkette. An den täglichen Herausforderungen hat sich dennoch vieles geändert. "Von außen schaut die Arbeit bequem aus, mitten drin ist sie aber sehr anstrengend."

Zum Wohle der Familie wurde der tägliche dreistündige Arbeitsweg nach Wien aufgegeben. Darüber freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Kunden. "Vor allem uns Älteren kommt der Supermarkt direkt im Ort bestens entgegen", sagt Pensionist Johann Freisinger, während er den KURIER-Stimmzettel für die Filiale ausfüllt.

Auch wenn die direkte Konkurrenz kaum vorhanden ist, spürt man in der Filiale den großen Druck der Supermarktketten. "Der Preisdruck ist enorm, viel bleibt nicht über", berichtet Schiefer über die Kehrseite ihres Berufes. Die Kunden bedanken sich aber wiederum mit dem täglichen Einkauf. "Weil es nah und frisch ist", begründet Martina Seidl ihren Besuch.

Zu punkten versucht Schiefer vor allem mit persönlichem Service. So werden für die Kunden auch Waren besorgt, die im standardmäßigen Warenkatalog nicht vorhanden sind. Für mobil eingeschränkte Personen hat man zudem ein Lieferservice eingeführt. Das Geschäft ist und bleibt hart. Aufgeben möchte Schiefer dennoch nicht. "Ich bin schließlich auch froh, noch einen Nahversorger in meinem Heimatort zu haben."

Kundenservice hat Priorität

"Es war wie ein Sprung ins kalte Wasser", sagt Gerald Grand (47) und meint damit die Eröffnung seiner Trafik in Mauerbach im Bezirk Wien-Umgebung im Jahr 2004. Denn 20 Jahre lang war Grand als Software-Entwickler tätig. Mit der Trafik , die sich gleich hinter der Wiener Stadtgrenze befindet, hat er sich den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt. In seinem Geschäft führt er nicht nur Zigaretten, sondern auch eine große Auswahl an nationalen und internationalen Zeitungen und Magazinen. Und das ist längst nicht alles: Neben Billets oder Gutscheinkarten für Amazon und iTunes kann man in der Trafik auch Parkscheine und Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien erwerben.

Gerald Grand und sein Team stehen den Kunden unter der Woche täglich zwölf Stunden zu Verfügung. Montag bis Freitag ist von 6 bis 18 Uhr geöffnet – am Samstag von 7.30 bis 12.30 Uhr. "Das ist mein Service an die Kunden und deshalb verstehe ich mich auch als Nahversorger in der Region", sagt Grand. Weiteres außergewöhnliches Angebot: Auf Wunsch können Kunden in der Trafik Grand Bücher portofrei bestellen. Die Lieferung erfolgt innerhalb von 48 Stunden. Ab sofort werden in der Trafik auch Sportwetten entgegengenommen.

Zur Eröffnung kam ein Pferd

Ein Pferd war da. Und Richard Lugner auch. Die Eröffnung des Sportcafé "Tennessee" in der Wiener Straße in St.Pölten vor einem Jahr wurde zu einem rauschenden Fest.

Ein guter Start für Valentin Kopatz, der zuvor bei zwei Getränkekonzernen werkte. Aber warum ausgerechnet ein Pferd ins Lokal stakste, erklärt der Wirt so: "Ich saß mit einem Freund zusammen und wir witzelten über den Spruch: ‚Kommt ein Pferd in die Bar‘". Schon wurde die Idee zum Gaudium des Publikums umgesetzt.

Ein Jahr später hat sich Kopatz mit dem "Tennessee" in der St. Pöltener Beislszene einen Namen gemacht. Das Konzept kommt an. Zum einen flimmern Sportevents wie NFL-Superbowl oder Champions League über die Bildschirme, zum anderen legen immer wieder DJs ihre Platten auf. "Es ist zwar sehr viel Arbeit, weil ich vieles noch alleine mache, aber es macht mir viel Spaß", erzählt der St. Pöltener.

In den kommenden Monaten will er das Angebot noch ausbauen. Denn es gibt noch einige Räume in dem Lokal, die noch nicht genützt werden.

"Ich würde gerne einen Saal dazu nutzen, um regelmäßig Livebands auftreten zu lassen", sagt Kopatz. Auch im Keller muss noch saniert werden.

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