Demut bei der Jagd auf den "Wurmmond" am Sonntagberg
Im Wettkampf mit den Wolken setzte sich der Vollmond hinter der Basilika am Sonntagberg für wenige Minuten durch.
Zur Jagd auf den "Wurmmond" hatte Dienstagabend der Kulturkreis Freisingerberg in Waidhofen an der Ybbs geladen. In einer vom bekannten Naturfotografen Fritz Bachner geführten Fotosafari galt es, den Vollmond mit der imposanten Basilika am Sonntagberg gekonnt und vor allem zum richtigen Zeitpunkt vor die Linse zu bekommen.
Naturschauspiel perfekt fotografiert.
Bachner hat mit seinen früheren glühenden Mondbildern schon Preise gewonnen und sorgte im Vorjahr mit sensationellen Fotos vom Wander-Elch Emil für viel Aufsehen.
Er stellte sich Dienstagabend interessierten Hobbyknipsern als Lehrmeister und Guide zur Verfügung. Er kennt im Waidhofner Ortsteil St. Georgen/Klaus den optimalen Standort, um den Vollmond in idealer Position mit der Prandtauer-Basilika in Szene zu setzen. Außerdem rechnet Bachner auch den optimalen Zeitpunkt der Monderscheinung aus.
Der Wurmmond als Frühlingsbote
Der Name Wurmmond für die volle Scheibe im März kommt übrigens von den amerikanischen Naturvölkern. Im März kommen die Würmer aus dem aufgetauten Boden. Sie sind die ersten Frühlingsboten.
Begleitet von Martin Wieser, einem weiteren Spitzenfotografen, bezog die Freisingerberg-Gruppe in vier Kilometer Luftlinie zum Sonntagberg Stellung. Mit ständigen bangen Blicken zum Himmel – es zogen immer mehr Wolken auf, je näher der berechnete Zeitpunkt kam – wurden die Teleobjektive auf die ferne Kirchen-Silhouette gerichtet. Auch kleinere Regenwolken ließen die Hoffnung auf ein Spektakel immer mehr schwinden.
Martin Wieser fotografierte den Vollmond auf Augenhöhe mit der Basilika.
Doch just zum richtigen Zeitpunkt wurden die Mondjäger belohnt: Die Wolkendecke riss auf und die volle goldene Scheibe ließ die Basilika aus dem Hintergrund erstrahlen. Aus der Gruppe war nur begeistertes Raunen zu hören. Dann surrten auch schon die Auslöser der Kameras. Nach nur wenigen Minuten verzog sich der Vollmond wieder hinter die graue Wolkendecke.
Himmlisches Geschehen im Fokus der Ybbstaler
Für alle Beteiligten werde das kurze, spannende Himmelsschauspiel garantiert in bleibender Erinnerung bleiben, schilderte Karl Piaty vom Kulturkreis. Weil im heurigen Landesausstellungsjahr etliche besondere Mondereignisse bevorstehen, wolle man dieses himmlische Geschehen auch besonders in den Fokus rücken, kündigten die Ybbstaler an.
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