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Chronik Niederösterreich
04/05/2019

Verkehrsadern in Niederösterreich unter Spannung

Land fördert Ladestationen in Wohnhäusern. Ab dem Jahr 2030 Vorrang für Öko-Busse.

von Matthias Hofer

Niederösterreichs gesamte Mobilitätsplanung orientiert sich zunehmend an elektrisch betrieben Fahrzeugen. Aktuell sind in NÖ fast 6000 Strom-Autos unterwegs – eine Steigerung um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Im Rahmen einer großen Beschaffungsaktion für Land und Gemeinden wurden insgesamt 200 neue Elektroautos gekauft. Der für Umweltfragen zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf rechnet dadurch mit „drei Millionen Euro an Einsparungen“.

Wo batteriebetrieben gefahren wird, muss aber auch viel aufgeladen werden. Und bei der Lade-Infrastruktur will Niederösterreich deutlich aufrüsten. Derzeit sind im Land rund 50 Schnelllade-Punkte vorhanden – mit insgesamt 1220 Ladestationen hat NÖ die meisten in Österreich. Jetzt will man auch die Wohnhäuser entsprechend aufrüsten.

„Wir starten eine Förderaktion für die Lade-Infrastruktur in bestehenden Wohnbauten“, kündigt Pernkopf an. „Das Land wird ein kostenloses Darlehen für Genossenschaften, Bauträger und ausführende Unternehmen zur Verfügung stellen.“ So sollen vorerst 20 Projekte umgesetzt werden, um zu zeigen, wie privater Zugang zu E-Ladestationen realisiert werden kann. In dieses Pilotprojekt werden vom Land 300.000 Euro investiert.

Überlastung

Dass die zunehmende Elektromobilität die bestehenden Stromnetze überfordern könnte, glaubt Pernkopf nicht. „Hätten wir 100.000 Elektroautos, würde der Strombedarf nur um zwei Prozent steigen“, sagt er. Feldversuche hätten gezeigt, dass das Laden mehrerer E-Fahrzeuge in Siedlungen gut funktioniert (siehe Zusatz).

Voraussetzung für die E-Mobilitätsstrategie sei, dass ausschließlich erneuerbare Energien als Stromlieferanten zum Einsatz kämen.

Auch im öffentlichen Verkehr wird auf Strom gesetzt. Landesrat Ludwig Schleritzko nennt die Region Schweinbarther Kreuz, die Niederösterreichs erste E-Busregion werden soll. Zwei Linien werden auf Strom umgestellt, drei Ladestationen gebaut. Und: „Ab 2030 werden wir bei allen Busausschreibungen nur noch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bestellen.“

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