Unterlagen für neu konzipiertes Shoppingcenter eingereicht

Ende 2015 tauchten neue Skizzen auf, die eine mögliche Form des "Kampcenters" zeigen.
Am Mittwoch will der Investor über sein Projekt informieren, Widmungsverfahren soll gestartet werden.

Fast ein Jahr, nachdem neue Skizzen vom geplanten Einkaufszentrum in Zwettl aufgetaucht waren und für Aufregung gesorgt hatten, kommt erneut Bewegung in eine inzwischen unendliche Geschichte. Am Donnerstag reichte der Wiener Investor Reinhold Frasl seine überarbeiteten Unterlagen bei der Stadtgemeinde ein, die notwendig sind, um ein Umwidmungsverfahren für sein 12.000 Quadratmeter großes Grundstück in der Gartenstraße einleiten lassen zu können. Auch wenn alle noch dicht halten, macht die Einladung zu einer Pressekonferenz schon deutlich, wie ernst es Frasl mit dem "Kampcenter" auf dem früheren Gärtnerei-Areal meint.

Die unmittelbaren Anrainer, die bisher wie die "Initiative Zwettl 2020" als Gegner auftraten, wollen erst die Präsentation des überarbeiteten Bauprojektes abwarten, um danach zu entscheiden, ob sie rechtlich dagegen vorgehen werden. "Wir sind gespannt, was der Investor zu sagen hat", meint ein Nachbar, der eine eklatante Zunahme des Verkehrs in der Gartenstraße befürchtet.

Neustart

Auch wenn mehrere Bewohner das Projekt gleich nach dem negativen Erstbescheid des Landes für tot erklärten, gab es laufend Indizien dafür, dass Frasl an seinem Millionen schweren Investment festhält. Zuletzt nährte ein Kuvert, das dem KURIER Ende 2015 anonym zugespielt wurde, diese Annahme.

Darin waren neue Skizzen vom Wiener Architekturbüro "Smertnik Kraut" enthalten, die eine überarbeitete Form des EKZ zeigen. Da der Erstentwurf mit vier Geschoßen nach Ansicht des Landes nicht mit dem historischen Ortsbild (Paragraf 56, nö. Bauordnung) in Einklang zu bringen war, musste das Projekt abgespeckt werden. War zunächst eine Geschäftsfläche von fast 15.000 m² geplant, sind jetzt weniger als 10.000 vorgesehen. Wie das EKZ definitiv aussehen wird, dieses Geheimnis wird Frasl vermutlich am Mittwoch öffentlich lüften, wenn er zum Thema "Aktueller Projektstand Einkaufszentrum Kampcenter Zwettl" vor die Presse tritt. Für eine Stellungnahme war er vorerst nicht erreichbar.

Seit dem Vorjahr ist jedenfalls schon fix, dass für sein verkleinertes Projekt keine Umweltverträglichkeitsprüfung mehr nötig ist. Für die bau- und gewerberechtliche Genehmigung ist alleine die Bezirksbehörde zuständig.

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