Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen ist eine Güllegrube gebrochen

© Einsatzdoku/ Patrik Lechner

Chronik Niederösterreich
05/06/2020

Umweltalarm: 350 Kubikmeter Gülle ausgetreten

14 Feuerwehren aus Niederösterreich und dem Burgenland standen im Schadstoffeinsatz.

Der Austritt von Gülle auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Kirchschlager Katastralgemeinde Aigen (Bezirk Wiener Neustadt-Land ) forderte am Dienstagnachmittag die Einsatzkräfte. Gegen 16.45 Uhr wurden vorerst drei Feuerwehren aus dem Ort (Kirchschlag, Stang und Aigen) zu einer Gewässerverunreinigung alarmiert. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass durch den Bruch der Güllegrube rund 350 Kubikmeter Gülle ausgetreten waren und teilweise schon in den angrenzenden Reissenbach gelangt waren.

Großeinsatz der Feuerwehr

Einsatzleiter Bernhard Pichler von der Freiwillen Feuerwehr Aigen alarmierte zunächst fünf Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften zur Unterstützung nach. Gemeinsam wurde der Bach mit Frischwasser gespült, und zeitgleich das verunreinigte Wasser abgepumpt.


 

14 Feuerwehren aus zwei Bundesländern standen im Einsatz

350 Kubikmeter Gülle traten aus

Die Gülle gelangte in den Reissenbach

Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden

Gegen Abend wurden weitere Feuerwehren aus Niederösterreich alarmiert, um mehrere Pumpstationen auf dem rund sieben Kilometer langen, betroffenen Stück des Reissenbaches zu installieren. Zudem wurde zur Unterstützung der Reinigungsarbeiten eine rund ein Kilometer lange Schlauchleitung vom Zöbernbach aufgebaut, die den Reissenbach mit Frischwasser speiste.

Insgesamt arbeiteten 14 Feuerwehren aus zwei Bundesländern gegen die Gülle. Der nicht alltägliche Einsatz konnte für einen Großteil schließlich gegen Mitternacht beendet werden. Die Feuerwehren aus Kirchschlag und Stang pumpten während der Nachtstunden allerdings weiter und wurden ab 6 Uhr morgens von den Feuerwehren Aigen, Lembach und Ungerbach abermals unterstützt.

Alle Einsatzschritte wurden in Absprache mit dem Bezirkshauptmann und dem Wasserrechtssachverständigen des Landes NÖ getroffen. Nach einer neuerlichen Kontrolle werden nun weitere Schritte erarbeitet, um die Umwelt im betroffenen Bereich bestmöglich zu säubern.

 

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