Bankräuber ohne Maske gefilmt

Ein unvorsichtiger Bankräuber wurde gestochen scharf gefilmt.

Anscheinend waren Not und Verzweiflung, möglichst rasch an Geld zu kommen, so groß, dass ein Bankräuber am Dienstag zur Gänze darauf verzichtete, sein Antlitz zu verhüllen. Der bewaffnete Mann wurde vom Videoüberwachungssystem der Erste Bank in der Civitas Nova beim Coup gestochen scharf gefilmt.

Gegen 11.55 Uhr betrat der etwa 35 bis 40 Jahre alte und 175 cm große Mann die Bankfiliale. Zunächst legte er einen Erlagschein auf das Pult. Als sich die 43-jährige Angestellte zu ihm wandte, zog er eine silberfarbene Pistole und sagte: „Geld her, tu weiter, was dauert so lang.“ Da sich die Kassenlade nicht sofort öffnen ließ, kam eine 41-jährige Angestellte ihrer Kollegin zur Hilfe.
„Sie gaben dem Mann das Geld, dass er in eine mitgebrachte schwarze Tasche steckte“, schildert Chefinspektor Josef Deutsch von der Raubgruppe des Landeskriminalamtes ( LKA).

Die Szenen wurden von einem weiteren Mitarbeiter beobachtet, der noch während des Überfalles die Polizei rief. Obwohl sofort eine Alarmfahndung ausgelöst wurde, konnte der Kriminelle mit mehreren Tausend Euro flüchten. Laut der Personenbeschreibung handelt es sich um einen Inländer, der mit ortsüblichem Dialekt sprach. Der Räuber trug eine schwarze Skijacke. „Er ist sehr gut auf den Fotos zu sehen. Wir erhoffen uns schon bald neue Erkenntnisse“, erklärt Deutsch.
Hinweise an das LKA: 059133/30/3336.

( Kurier ) Erstellt am 09.01.2013