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Chronik | Niederösterreich
06/17/2019

Turbulenzen im Bund stärken blau-gelbes Selbstbewusstsein

Weichenstellungen bei der SP-NÖ: Kandidaten für Nationalratswahl und Landtag fixiert.

Aus den bewegten Zeiten, durch die die Bundespolitik aktuell geht, versuchen zahlreiche Landespolitiker Kraft zu ziehen. Tenor quer durch Österreich: in den Ländern herrscht Stabilität – anders als im parlamentarischen Abstimmungskarussell des Nationalrats.

In Niederösterreich ist es an ÖVP-Manager Bernhard Ebner, die Unterschiede herauszustreichen. „Wir machen vor, was sich Menschen in ganz Österreich von der Politik erwarten: Gemeinsam für das Land statt gegeneinander in der Politik.“ Dieser Kurs trage auch Früchte. „Entscheidend ist, wie gut geht es den Niederösterreichern – die Statistik Austria zeigt: Am besten in ganz Österreich“, sagt Ebner. Die Kennzahlen dafür?

Das jährliche Median-Nettoeinkommen pro Haushalt sei mit 40.204 Euro höher als in allen andern Bundesländern. Dasselbe Bild zeige sich bei der Kaufkraft pro Kopf – auch hier liege das Bundesland mit fast 25.200 Euro im Vergleich an erster Stelle.

In NÖ seien zudem die wenigsten Menschen von Armut betroffen. „Die Quote der Armutsgefährdung liegt im Bundesschnitt bei 14,3 Prozent, in Wien bei 22,7 und in Niederösterreich bei 9 Prozent.“ Mit rund 3.400 Euro jährlich weise NÖ die zweitniedrigsten Wohnkosten im Bundesländervergleich aus – nur das Burgenland liegt noch niedriger, in Wien sind die jährlichen Kosten um 1.600 Euro höher.

Und VP-Mandatar Karl Moser verweist auf die Innovationskraft des Bundeslands. Unter den Top 20 innovativsten Regionen in Österreich fänden sich sechs nö. Bezirke. „Mit Wr. Neustadt belegen wir sogar Platz eins im Österreich-Ranking.“

Nun gelte es, „auch wenn es auf Bundesebene turbulente Zeiten sind“, alles dafür tun, dass das Klima im Land weiterhin ein gutes bleibt.“

SPÖ-Entscheidungen

Im Vorfeld der Nationalratswahl im Herbst sind die Landesparteien aktuell dabei, ihre Kandidatenlisten zu finalisieren. Im Waldviertel bedeutet das für die SPÖ eine Zeitenwende. Günther Steindl, 47, soll Konrad Antoni als Spitzenkandidat des Wahlkreises ablösen. Nach parteiinternen Turbulenzen verzichtet Antoni zugunsten des ehemaligen roten Landesmanagers (2008-2013) Steindl auf eine Kandidatur.

Die Spitzenkandidaten der anderen Wahlkreise: Robert Laimer (NÖ Mitte), Katharina Kucharowits (NÖ Ost), Alois Schroll (Mostviertel), Petra Vorderwinkler (NÖ Süd), Andreas Kollross (Thermenregion), Melanie Erasim (Weinviertel).

Weichenstellung auch im Landtag: Durch den Wechsel des Melkers Günther Sidl ins EU-Parlament wurde vom Landesparteivorstand der Gewerkschafter und Horner SPÖ-Bezirksvorsitzende Josef Wiesinger für das Mandat nominiert.