Nach Tierschutzskandal: Waldviertler Betrieb muss vor Gericht
Die „Spiridon II“ hatte im Herbst 2025 fast 3.000 Rinder von Uruguay in die Türkei transportiert.
Am 10. November 2026 wird sich ein Waldviertler Unternehmer vor Gericht verantworten müssen. Die Agro Breeding GmbH soll für den im Herbst 2025 auf dem Schiff „Spiridon II“ durchgeführten Viehtransport von Uruguay in die Türkei verantwortlich sein. Zahlreiche Rinder verendeten während der Reise, die übrigen Tiere mussten unter widrigsten Bedingungen an Bord ausharren.
Ein türkisches Unternehmen wirft der Firma vor, für einen Teil der Tiere keine Importbewilligung gehabt und diese zudem zwei Monate verspätet verschifft zu haben. Das Unternehmen wies die Vorwürfe im März zurück.
Kritik von Tierschutzorganisation
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritisiert allerdings, dass es in dem Prozess nur um wirtschaftliche Interessen gehe. Mit Blick auf den Internationalen Tag gegen Tiertransporte am 14. Juni fordert die Organisation ein Verbot von Tiertransporten auf Schiffen sowie generell von Tiertransporten in EU-Drittstaaten.
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