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Nach Tierschutzskandal: Waldviertler Betrieb muss vor Gericht

Türkischer Importeur zieht im November gegen Waldviertler Viehhändler vor Gericht.
Ein Frachtschiff mit dem Namen SPIRIDON II liegt am Hafen, daneben sind gestapelte Ballen zu sehen.

Am 10. November 2026 wird sich ein Waldviertler Unternehmer vor Gericht verantworten müssen. Die Agro Breeding GmbH soll für den im Herbst 2025 auf dem Schiff „Spiridon II“ durchgeführten Viehtransport von Uruguay in die Türkei verantwortlich sein. Zahlreiche Rinder verendeten während der Reise, die übrigen Tiere mussten unter widrigsten Bedingungen an Bord ausharren.

Ein türkisches Unternehmen wirft der Firma vor, für einen Teil der Tiere keine Importbewilligung gehabt und diese zudem zwei Monate verspätet verschifft zu haben. Das Unternehmen wies die Vorwürfe im März zurück.

Kritik von Tierschutzorganisation

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritisiert allerdings, dass es in dem Prozess nur um wirtschaftliche Interessen gehe. Mit Blick auf den Internationalen Tag gegen Tiertransporte am 14. Juni fordert die Organisation ein Verbot von Tiertransporten auf Schiffen sowie generell von Tiertransporten in EU-Drittstaaten.

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