Tauwetter lässt Eisstoß-Gefahr an der Thaya steigen

Schwimmende Eisschollen auf dem bräunlichen Wasser der Thaya.
Die milderen Temperaturen fördern das seltene Naturphänomen, wie die Feuerwehr Waidhofen an der Thaya mitteilt.

Derzeit warnt die NÖ Landesregierung laut dem Bezirksfeuerwehrkommando Waidhofen an der Thaya vor der Gefahr eines möglichen Eisstoßes entlang heimischer Fließgewässern. Insbesondere entlang der Thaya könne das sehr seltene Naturphänomen für Herausforderungen sorgen, so ein Sprecher der örtlichen Einsatzkräfte.

Aktuell sei der Verlauf des Flusses größtenteils geschlossen. Bricht die Eisdecke aufgrund der steigenden Temperaturen, besteht die Gefahr, dass sich lose Schollen an Engstellen festsetzten. Ein rascher Wasseranstieg, Überflutungen und plötzliche Eisabgänge drohen.

Die Feuerwehr bittet auf folgende Anzeichen zu achten: 

  • Eisstau bei Brücken und Wehranlagen
  • unerklärlich rasch steigende Wasserstände
  • Eisschollen in Bewegung oder laute Eisgeräusche
  • Verklausungen durch Eis oder Holz

Bei derartigen Vorkommnissen bitten die Einsatzkräfte um entsprechende Alarmierung, etwa bei der Feuerwehr oder über Notruf 122.

Erinnerung an 2017

Einer der jüngsten Eisstöße in der Region ereignete sich laut dem Bezirksfeuerwehrkommando im Februar 2017. 

Mehrere Eisschollen liegen am Ufer, im Hintergrund ist ein orangenes Haus zu sehen. Die Aufnahme wurde nachts gemacht.

Eisschollen ließen die Thaya in Vestenpoppen über die Ufer treten.

Nach wochenlangem Frost und milderem Wetter führten Eisschollen in Vestenpoppen zu überfluteten Landstraßen. Umfangreiche Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr seien notwendig gewesen.

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