"Seltene Naturgefahr": Zivilschutzverband NÖ warnt vor Eisstoß

Eine Aufnahmen der von kleinen Eisschollen bedeckten Oberfläche eines Flusses. Im Hintergrund ist eine Brücke erkennbar.
Das vereinzelt auftretende Phänomen kann Überflutungen auslösen. Die Thaya und der Kremsfluss gelten als besonders gefährdet.

Wenn die Pegel von Fließgewässern im Winter nach kurzen Tauperioden steigen, Eisdecken unter dem Druck brechen und sich die entstandenen Schollen an Engstellen – wie Brücken oder Wehren – auftürmen, ist von einem Eisstoß die Rede. Das Naturphänomen tritt selten auf, birgt jedoch Gefahren.

Darauf macht aktuell der Zivilschutzverband Niederösterreich aufmerksam. "Es kann lokal zu Überflutungen kommen", benennt Pressesprecher Markus Wittmann das Hauptproblem. Die Thaya und der Kremsfluss seien historisch betrachtet besonders gefährdet. 1955 kam es etwa zu mehreren Überschwemmungen aufgrund von Eisansammlungen entlang der beiden Gewässer. Auch 2006 sorgte das Phänomen in der Region für Einsätze.

Anzeichen

Ein rascher Pegelanstieg ohne Niederschlag, sich bewegende Eisschollen, Stau an bekannten Problemstellen und Eisgeräusche können auf eine drohende Eisstoßlage hinweisen. Der Zivilschutzverband rät, die Augen offen zu halten und Auffälligkeiten an die zuständigen Behörden zu melden. Darunter fallen etwa die Wasseraufsicht und die Bereichsalarmzentrale, so die Organisation.

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