Wenn das Seebad im Winter öffnet, dann ist Eiszeit in Lunz
Schon seit Tagen ist der Lunzer See zugefroren.
In der Nacht bitterkalt, am Tag Sonnenschein und eine traumhafte Naturkulisse. Der Lunzer See (Bezirk Scheibbs) mit seiner Eisdecke ist derzeit ein Dorado für Ausflügler und Hobbysportler. Für Eisläufer und Spaziergänger sperrt derzeit sogar täglich am Nachmittag das Buffet im Lunzer Seebad auf.
Geschlossene Eisdecke
Wenn der NÖ Straßendienst für den heutigen Donnerstag Gaming im Ötscherland mit -16 Grad zum Kältepol im Land erklärte, liegt das benachbarte Kälteloch Lunz mit den dort in der Früh gemessenen -15,9 Grad nur hauchdünn dahinter. Der Lunzer Wetter-Blogger Hannes Hager berichtete auch bereits seit Tagen über eine geschlossene Eisdecke am See.
Spaziergänge am See sind derezit leicht machbar.
Dass es am See eine tragfähige und weitgehend gefahrlos nutzbare Eisdecke gibt, ist in den vergangenen Wintern nicht mehr selbstverständlich gewesen. Aus den 1990er-Jahren wird von lange nutzbaren Eisdecken mit 40 bis 50 Zentimetern Dicke berichtet. Im Vorjahr soll das Eis mehrere Wochen zwischen acht und 14 Zentimeter stark gewesen sein.
Aktuelle Angaben über die Eisdicke gibt es offiziell nicht. Bei jeder Gelegenheit wird in Lunz darauf hingewiesen, dass das Betreten des Sees ausnahmslos auf eigene Gefahr erfolgen kann. Doch natürlich ist es ratsam, sich vor dem Vergnügen auf Schlittschuhen am riesigen Eislaufplatz bei anwesenden Einheimischen zu informieren. Sie machen gerne auf Gefahrenstellen aufmerksam.
Zahlreiche Seebesucher kamen am Wochenende beim Seebad-Buffet zusammen.
Inoffizielle Messungen der Eisdicke sollen am vergangenen Wochenende eine zehn Zentimeter dicke Kernschicht und eine nochmals zehn Zentimeter starke Oberflächenschicht ergeben haben, erfuhr der KURIER. Die tiefen nächtlichen Temperaturen der vergangenen Tage haben das Eis noch gestärkt.
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