Startsignal für die Bagger

Umfahrung Zwettl, Landeshauptmann Erwin Pröll…
Foto: KURIER/Juergen Zahrl 500 Festgäste feierten mit Bürgermeister Prinz und Landeshauptmann Pröll den Baustart.

Bis Mitte 2017 soll die elf Kilometer lange Umfahrungsstraße fertig gebaut sein.

19 Monate nach dem offiziellen Baustart – am 25. Februar 2013 in einem weißen Festzelt in Zwettl – kam die Stadt- und Landesprominenz nochmals zusammen, um wirklich den Baubeginn für die geplante Umfahrung – inklusive Freigabe der neuen Umfahrung Gerotten – zu feiern. Bisher waren ausschließlich Archäologen am Werk, um (vergeblich) nach historischen Resten zu suchen. Jetzt sollen die Bagger fürs Grobe anrücken, damit zirka 700.000 Kubikmeter Erdmaterial für den Verlauf der Straße beseitigt werden können. Mitte 2017 soll der fast elf Kilometer lange Halbring – nördlich um Zwettl – für den Verkehr freigegeben werden.

Was jahrelang geplant wurde, soll nun tatsächlich errichtet werden. Die Eckdaten des 158 Millionen Euro teuren Bauprojekts klingen gigantisch: Eine 10,7 Kilometer lange Umfahrung soll die stark befahrenen Landesstraßen B36, B38 und L71 verbinden. Dafür sind 21 Brückenbauwerke – davon fünf Talübergänge – und sechs Anschlussstellen nötig. Zudem bekommen die besorgten Anrainer in der Nachbarortschaft Rudmanns eine 1,9 Kilometer lange und 2,5 Meter hohe Lärmschutzwand.

Bauvergabe

Beim gestrigen Festakt am Stadtrand sprach Bürgermeister Herbert Prinz von einem Jahrhundertprojekt und freute sich, dass drei regionale Firmen – Strabag, Swietelsky, Leyrer & Graf – den Auftrag für den Straßenbau bekommen haben. Die Umfahrung sei "von immenser Bedeutung für die Gemeinde und das gesamte Waldviertel", betonte Bürgermeister Prinz.

Derzeit rollen noch mehr als 11.000 Fahrzeuge pro Tag durch das Ortszentrum. Das soll sich nach der Fertigstellung der Umfahrung schlagartig ändern. "Wir werden 50 Prozent des Verkehrsaufkommens aus der Stadt raus bekommen", sagte Landeshauptmann Erwin Pröll und sprach von positiven Effekten für die Lebensqualität.

Realisiert wird das Projekt in Form eines PPP-Modells. Beim "Public-Private-Partnership" übernimmt das Konsortium nicht nur den Bau, sondern auch die Instandhaltung für 28 Jahre.

(kurier) Erstellt am
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