Stadtquartier am Bahnhof beschert Waidhofen/Ybbs einen Zukunftstraum
Erste Pläne für das Stadtquartier in Waidhofen/Ybbs bescheren Großstadtflair.
Dort, wo in Waidhofen/Ybbs einst die Züge der inzwischen eingestellten Ybbstalbahn verschoben wurden, soll neues Leben zurückkehren. Auf einem freien Areal beim Hauptbahnhof wollen die ÖBB das Stadtquartier entwickeln. Eine moderne Mischnutzung aus Büro- und Dienstleistungsflächen, Werkstätten und Gesundheitseinrichtungen sowie Wohnungen ist angedacht.
Platzmangel
Für die wegen seiner Tallage ständig mit Platzmangel konfrontierte Stadt Waidhofen ist das Projekt mehr als eine Zukunftsvision. Ein mit den ÖBB unterfertigter städtebaulicher Vertrag garantiert den Waidhofnern Mitspracherecht, was am 6.000 m² großen Areal entstehen soll.
"Wir haben natürlich große Hoffnungen. Vor allem der direkte Anschluss an die Rudolfsbahn ist eine große Chance“, sagt Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP). Die rasche Verbindung zur Bezirkshauptstadt Amstetten und zur Westbahn gilt als großes Plus. Die Fahrzeit auf der Schiene nach Amstetten beträgt 24 Minuten, was mit dem Auto nicht mehr zu schaffen ist.
Citybahn
Mit der Citybahn, dem 2,5 Kilometer langen Relikt der Ybbstalbahn der Növog, ist auch eine leistungsstarke direkte Öffi-Verbindung in die Stadt vorhanden.
Die Nachnutzung bestehender Bahnflächen zeige, wie Mobilität, Klimaschutz und urbane Qualität Hand in Hand gehen können, ist die Vorständin für die ÖBB-Infrastruktur, Silvia Angelo, optimistisch. Gemeinsam mit der Stadt entwickle man einen neuen Standort, der moderne Arbeits- und Lebensräume mit optimaler öffentlicher Anbindung biete.
Baurechtsprojekt
Insgesamt umfasst die Bruttogeschoßfläche etwa 17.200 m². Die ÖBB werden die Fläche ab 2027/2028 im Baurecht vergeben und mit dem künftigen Baurechtsnehmer weiterentwickeln.
Davor muss die Stadt die Umwidmung der Fläche vollziehen. Der städtebauliche Vertrag war die Voraussetzung dafür. Das 40-seitige Abkommen verpflichtet die ÖBB zu einem verbindlichen Masterplan und zur Herstellung eines Radschnellwegs über das Projektareal. Zusätzlich ist ein Architekturwettbewerb vorgeschrieben und das Mitspracherecht des Stadtbaubeirats garantiert.
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