Stadt Waidhofen/Ybbs will schwieriger Lage trotzen und Chancen nutzen

46-221649373
Neujahrsempfang ein Jahr vor der Gemeinderatswahl in der Staturtarstadt.

"Als Physiker weiß ich: Sterne wachsen nur unter Druck. Als Bürgermeister weiß ich, Waidhofen wächst immer dann über sich hinaus, wenn es unter Druck steht.“

Ein Jahr vor der nächsten Gemeinderatswahl im Jänner 2027 und angesichts einer relativ tristen Finanzlage wurde in Waidhofen an der Ybbs der diesjährige Neujahrsempfang der Stadtgemeinde veranstaltet. Trotz nicht optimaler Voraussetzungen waren bei Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP) und zahlreichen Gästen auf dem Podium Optimismus angesagt. Eine Reihe zukunftsträchtiger Projekte wurde thematisiert.

Stadtregierung

Im von Bürgern und vielen Vertretern verschiedenster Organisationen und Vereinen bestens gefüllten Plenkersaal war die Rede vom guten Miteinander in der Großgemeinde, dazu wurden fixe anstehende oder auch visionäre Projekte vorgestellt. In einer Gesprächsrunde mit den Koalitionspartnern in der Stadtregierung, also den Vizebürgermeistern Armin Bahr (SPÖ) und Mario Wührer (ÖVP) sowie Stadtrat Martin Dowalil (FUFU) standen die großen Themen des Jahres 2026 im Fokus: Bildung und Kinderbetreuung, Sicherheit sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Millioneninvestitionen

Im Bildungsbereich sind Investitionen von 3,4 Millionen Euro vorgesehen – darunter der Neubau der Volksschule Konradsheim, die Errichtung des „Bildungscampus“ in Windhag mit Volksschule und Kindergarten in einem Gebäude sowie der Neubau eines Turnsaals samt Adaptierungen beim Kindergarten- und Schulgebäude in St. Georgen/Klaus. Kurz- und mittelfristig werden auch im Stadtgebiet Kindergartengruppen erweitert, berichtete Bahr bei der Veranstaltung.

Publikum im Plenkersaal

Plenkersaal war beim Neujahrsempfang gut gefüllt.

Baustadtrat Dowalil stellte nachhaltiges Bauen mit der Ausrichtung auf Qualität und Effizienz, Langlebigkeit sowie Nachhaltigkeit und Flächenrecycling in den Mittelpunkt. Ziel sei der Klimaaktiv-Gold-Standard bei städtischen Projekten. Im Bereich Sicherheit wird 2026 das neue Haus der Feuerwehr Wirts eröffnet. Außerdem starten im neuen Jahr die Bauarbeiten für die künftige gemeinsame Feuerwehr Waidhofen-Stadt und Zell.

Aus dem Bereich Stadtentwicklung wurden Zukunftsprojekte vorgestellt und diskutiert. Etwa das Entwicklungsprojekt der ÖBB beim Hauptmannhof Waidhofen.

Große Pläne

Claudia Brey und Benedikt Winkelmayer vom ÖBB-Immobilienmanagement ließen dabei große Pläne, etwa ein visionäres Wohnprojekt im Bereich des Hauptbahnhofs von Waidhofen, anklingen. Die Erweiterung des Betriebsgebiets Gstadt gegenüber des Bene-Betriebsgebiets war das Thema des eingeladenen Immobilienentwicklers Peter Wildauer von der Austro Immo GmbH.

Der Neujahrsempfang war auch die ideale Bühne, um den Waidhofnern konkrete Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten schmackhaft zu machen. Unter anderem ein "Waidhofner Standortgespräch spezial“ mit Keynote-Speaker Chris Müller, der die Linzer Innovationsschmiede Tabakfabrik aufgebaut hat. Das Event findet am 26. Februar im Schloss Rothschild statt.

Die Schlussworte gehörten Bürgermeister Krammer. Die Stadt habe einen intensiven Weg zurückgelegt. Begleitet von vielen Analysen und Diskussionen gebe es mit dem Leitbild "Waidhofen 2035+“ nun ein klares Ziel. „Ich bin überzeugt: 2026 wird ein gutes Jahr“, gab sich Krammer optimistisch.

Kommentare