Christophorus 33: Flugrettung stoppt fixen Plan in NÖ
Die Flugrettung ist wieder auf Standortsuche.
Eigentlich schien bereits alles unter Dach und Fach. Mitte September 2024 verkündeten der ÖAMTC und die Stadt St. Pölten, dass der Christophorus 33 (ITH), die fliegende Intensivstation der Flugrettung, künftig in der Landeshauptstadt landen werde.
Mit der Verlegung des Stützpunktes von Wiener Neustadt nach St. Pölten, wo viele Patienten im Universitätsklinikum versorgt werden, würde der lange Rückflug nach Wiener Neustadt entfallen, waren sich die Verantwortlichen sicher.
„Der Standort neben dem Flugplatz in Völtendorf eignet sich ausgezeichnet für die Errichtung des neuen Intensivtransporthubschrauber-Stützpunktes. Die großen Freiflächen rund um das Gebiet ermöglichen Ab- und Anflüge über nicht besiedeltem Gebiet, mit einer niedrigen Frequenz von drei bis vier Flügen am Tag kann somit auch garantiert werden, dass es zu keiner Lärmbelästigung für die umliegende Bevölkerung kommt“, hieß es in einer Aussendung der Stadt.
Doch dann wurde es still um das Projekt – und das hatte auch einen triftigen Grund. Denn wie der KURIER erfuhr, wird der Gelbe Engel nicht in Völtendorf landen. Mit den Protesten von Naturschützern hat der Rückzieher aber nichts zu tun.
Hier hätte der Landeplatz errichtet werden sollen.
„Aktuell evaluieren wir im Großraum St. Pölten alternative Möglichkeiten für die Verlegung des Intensivtransporthubschraubers in den Zentralraum. Ausschlaggebend dafür ist, dass wir nach einem Standort suchen, der auch mittels satellitengestützter Anflugverfahren (PinS) angeflogen werden kann“, heißt es seitens der Flugretter.
„Herausfordernde Wetterbedingungen“
Beim PinS-Verfahren wird eine spezielle satellitengestützte Navigationstechnik genutzt, um den Hubschrauber per Instrumentenflug auch bei schlechter Sicht sicher und zielgenau zu fliegen. Und genau dafür soll der Landeplatz in Völtendorf nicht geeignet sein, wie zu erfahren war.
„Aus Sicht der ÖAMTC-Flugrettung ist PinS der nächste entscheidende Schritt vorwärts. Ganz im Sinne der Patienten ermöglicht es, auch bei herausfordernden Wetterbedingungen schnell und sicher zu handeln“, so Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.
Dem Vernehmen nach könnten die Gelben Engel künftig im Stadtteil Pottenbrunn landen, möglicherweise in der Nähe von Geberit. Die Suche ist allerdings noch nicht abgeschlossen.
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