Mehr Grün, weniger Warten: Neue Ampel entschärft Problemstelle

Auf der Mühlbachroute in St. Pölten kam es zu riskanten Querungen. Jetzt sorgt ein neues Programm für häufigere Grünphasen und mehr Sicherheit.
Menschen überqueren Zebrastreifen

Die Mühlbachroute zählt zu den wichtigsten Fuß- und Radverkehrsachsen im Norden St. Pöltens. Als Verbindung zwischen Bahnhof, Hochschule (USTP) und dem Schulzentrum Eybnerstraße wird sie täglich von bis zu 4.500 Personen genutzt.

Eine Schwachstelle war bislang die Querung der Daniel-Gran-Straße: Lange Wartezeiten und kurze Grünphasen führten vor allem in den Morgenstunden zu Überlastungen, häufig wurde die Straße auch bei Rot überquert.

Eine Anpassung war jedoch komplex, da die Ampelanlage mit den Kreuzungen Daniel-Gran-Straße und Mühlweg gekoppelt ist. Als wichtige Nord-Süd-Verbindungen mit hohem Kfz-Aufkommen – inklusive Busverkehr – mussten Änderungen sorgfältig geprüft werden. "Umfangreiche Verkehrserhebungen und Berechnungen stellten sicher, dass alle Verkehrsteilnehmer weiterhin sicher und möglichst flüssig unterwegs sind", heißt es dazu aus dem Rathaus.

"Ersten Erfahrungen sind positiv"

Seit einem Monat ist nun ein neues Ampelprogramm in Betrieb. Die Umlaufdauer wurde verkürzt, wodurch es mehr Grünphasen pro Stunde gibt. Statt bisher bis zu 79 Sekunden beträgt die maximale Wartezeit nun 38 Sekunden, durchschnittlich sogar weniger als 20 Sekunden. Gleichzeitig wurde die Grünphase für Fuß- und Radverkehr von sechs auf acht Sekunden verlängert, sodass auch größere Gruppen sicher queren können. 

Zudem wird die Querung nun bei jedem Umlauf automatisch freigegeben – ein Tastendruck ist nicht mehr erforderlich, die Druckknöpfe bleiben lediglich für die Blindenakustik bestehen.

"Die ersten Erfahrungen sind positiv", berichtet Raphael Rech von der städtischen Verkehrsplanung. Die neue Regelung, so Rech, habe sich gut eingespielt, ohne Nachteile für den Kfz-Verkehr oder den Busbetrieb. Die Situation werde weiterhin beobachtet, Anpassungen sind bei Bedarf jederzeit möglich.

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