Euphorie um "Gold-Kathi" im Ybbstal: "Dein Heimatort ist stolz auf dich"
Im Lokal von Raphael Käfer in St. Georgen/Reith wurde gefeiert und wird am Mittwoch mitgefiebert.
Wenn es eine Goldmedaille zu feiern gilt, gelten auch Ruhetage nicht. Nach dem Gewinn der Ski-Team-Goldmedaille von Katharina Huber gemeinsam mit Ariane Rädler bei den Olympischen Spielen herrscht in ihrem Heimatort St. Georgen/Reith eine Art Ausnahmezustand.
Beim Wirt "Käfers am Radweg“ im früheren Bahnhofsgebäude Kogelsbach wurde gleich an zwei Sperrtagen auf die Goldene Kathi angestoßen.
"Wenn nächsten Mittwoch der Spezial-Slalom steigt, werden wir garantiert im Lokal dabei sein und der Kathi die Daumen drücken“, kündigt Wirt Raphael Käfer euphorisch den Bruch des nächsten Sperrtages in seinem Lokal an.
Mit Fans und Mitgliedern des örtlichen Skiklubs SV St. Georgen/Reith wurde jedenfalls bereits ein Glückwunsch-Transparent montiert und für die Goldmedaillen-Gewinnerin eine Video-Botschaft produziert und gleich gesendet.
"Mit Einsatz, Leidenschaft und Teamgeist hast du Geschichte geschrieben. Dein Heimatort ist stolz auf dich und feiert diesen großartigen Erfolg gemeinsam mit dir!“, heißt es in Riesenlettern auf der Botschaft des Sportvereins.
Grußbotschaft an Kathi Huber aus St. Georgen/Reith.
Wenngleich die Athletin aufgrund ihrer Schul- und Skiausbildung im Waidhofner TZW auch Mitglied der Ski-Sektion der Union Waidhofen/Ybbs ist, feiern und freuen sich die St. Georgner mit ihrer Kathi. Man ist stolz auf den Ybbstaler ÖSV-Star, der ja vor vier Jahren mit einer Goldenen von den Spielen in Peking heimkam, damals Mitglied des Teams war, aber im Bewerb nicht zum Einsatz kam.
In seiner 600-Seelen-Gemeinde St. Georgen/Reith sei Kathis Erfolg natürlich eine große Sache, "es ist eine Aufbruchstimmung zu spüren“, sagt Bürgermeister Josef Pöchhacker.
Empfang geplant
Jetzt gelte es beim Spezial-Slalom mitzufiebern und die Daumen zu drücken. Und natürlich wird es auch einen Empfang der sympathischen Athletin geben. „Davor müssen wir aber noch die offiziellen Abschlussfeiern und die anderen Verpflichtungen abwarten, wenn die Sportler heimkommen. Dann werden auch wir unseren Termin fixieren“, kündigt der Ortschef an.
Wie in Waidhofen und im dortigen Trainingszentrum jubelt und fiebert man auch in der Sport-Mittelschule Lilienfeld mit der erfolgreichen Ybbstalerin mit. Die war dort, wo einst auch Doppelolympiasiegerin Michaela Dorfmeister in die Skifahrerlehre ging, als österreichweit außerordentlich erfolgreiche junge Rennfahrerin in den Schülerrennen hervorgestochen, berichtet ihr damaliger Direktor Wolfgang Labenbacher.
Jubel beim NÖ Ski-Verband
Der pensionierte Pädagoge ist ja auch Präsident des NÖSV. Dass NÖ mittlerweile bei den Spielen mit Benjamin Karl und Kathi Huber zwei Goldmedaillen feiern dürfe, sei "eigentlich ein unvorstellbarer Erfolg“, sagt er. Jetzt gelte es Huber im Spezial-Slalom die Daumen zu drücken.
Ihre Formsteigerung in den vergangenen Rennen sei jedenfalls auffällig gewesen. Als Lehre aus dem Riesenerfolg zieht Labenbacher: "Mir müssen in den Nachwuchs investieren, damit es in 20 Jahren weiter solche Erfolge geben kann.“
Kommentare