Chronik | Niederösterreich
21.06.2018

St. Andrä-Wördern: Neues Zentrum nimmt Gestalt an

In den nächsten zehn Jahren soll in der Marktgemeinde Wohnraum für insgesamt 600 Menschen entstehen

Hoher Wohnbedarf der eigenen Bevölkerung trifft derzeit auf so gut wie keine leistbaren Angebote in St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln). Deshalb entsteht zwischen dem Bahnhof und dem Gemeindeamt ein neues Zentrum. Vor allem die Jugend, Familien und ältere oder betreuungsbedürftige Menschen will man so im Ort behalten. Das neue Zentrum nimmt nun immer konkretere Konturen an.

Zentrale Lage

Wohnen, Leben und Arbeiten soll in zentraler Lage in der Nähe des Bahnhofs möglich sein. Etwa 220 Wohneinheiten sind auf dem rund 2,8 Hektar großen Areal geplant. Die Durchschnittsgröße der Wohnungen wird 70 Quadratmeter betragen. Außerdem sind weitere 100 Einheiten für Büro- und Dienstleistungsnutzungen vorgesehen. Das bedeutet, dass rund 30 Wohneinheiten pro Jahr und Wohnraum für rund 600 Menschen in den nächsten zehn Jahren entstehen werden. Das gesamte Areal soll möglichst autofrei gebaut werden, heißt es außerdem.

„Die Umsetzung erfolgt in mehreren Abschnitten. Begonnen wird mit einem Wohn- und Geschäftsgebäude beim bisherigen Bauhof, auch ein Markt- und Festplatz wird in diesem Gebiet neben dem Gemeindeamt errichtet“, sagt Bürgermeister Maximilian Titz ( ÖVP). Zusätzlich solle die NEWAG-Halle mit Kleinbetrieben und Kulturangeboten möglichst rasch belebt werden.

Keine hohen Bauten

In der Bevölkerung hatte sich zu Beginn der Projektankündigung Sorge breit gemacht, dass die neuen Bauten zu hoch ausfallen könnten. „Die Bauhöhe nimmt große Rücksicht auf die unmittelbaren Nachbargebäude. Wenn irgendwo ein Acht-Meter-Haus steht, wird im Anschluss auch nur auf diese Höhe gebaut. Danach gibt es eine stufenweise Erhöhung. Damit ist für genug Licht und Sicht für alle gesorgt“, beruhigt Gemeinderätin Maria Weidinger-Moser (ÖVP).