© Kevin Kada

Chronik Niederösterreich
08/08/2019

Sperre der Bundesstraße B19 bringt Probleme für Ortsbewohner

Die ​​​​​​​Umleitungsstrecke führt durch einige Dörfer, anstatt über die parallel laufende Schnellstraße

von Kevin Kada

„Wir stehen schon in Kontakt mit der Asfinag, denn die Umleitungen der Schnellstraße S3 durch die Ortschaften gehen so nicht mehr“, das sagte Josef Reinwein, Bürgermeister von Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn, nachdem der KURIER im Juni über eine gefährliche Strecke im Ortsgebiet berichtete.

Nun sind Göllersdorf und weitere Orte entlang der Landesstraße 1105 erneut von einer Umleitung betroffen. Dieses Mal geht es um die Bundesstraße B19, die von Göllersdorf nach Tulln führt. Auf der Strecke sind aktuell Sanierungsarbeiten im Gange, weswegen die Strecke nach Tulln umgeleitet werden muss.

Doch diese Umleitungsstrecke führt nicht, wie man vermuten würde, über die Schnellstraße S3 sondern erneut über die parallel laufende Landesstraße. Zum Ärger einiger Anwohner.

„Die Strecke ist sowieso schon gefährlich und jetzt fahren wieder viele Autos durch unseren Ort, anstatt die Schnellstraße zu benutzen“, erklärt eine Anwohnerin der Landesstraße in Göllersdorf.

Vignettenpflicht

Der Grund dafür liegt laut der NÖ-Straßenbauabteilung bei den gesetzlichen Vorgaben: „Die Umleitung ist über das Landesstraßennetz zu führen. Denn die Nutzung der Umleitung muss auch für Verkehrsteilnehmer zulässig sein, die nicht berechtigt sind, auf Schnellstraßen und Autobahnen zu fahren.“

Was nach einem logischen Argument klingt, ist für viele Bewohner in Göllersdorf lediglich eine Ausrede. Denn sie meinen, dass dadurch die Vignetten-Flüchtlinge begünstigt werden. „Ich verstehe es bei Fahrzeugen die nicht auf der Schnellstraße fahren dürfen. Aber die Lkws sind das Problem“, so ein Anwohner, der seit Umleitungsbeginn Ende Juli mehr Lkws zählt.

Baustelle bald zu Ende

Kurios ist, dass die Umleitungsstrecke laut ÖAMTC-Verkehrsinfo über die S3 und weitergehend ab Stockerau über die S5 nach Tulln führt. Die Beschilderung führt den Verkehr aber durch die Dörfer.

Auch wenn die Aufregung groß ist, so gibt es von Seiten der NÖ-Straßenbauabteilung zumindest eine gute Nachricht. Denn laut Plan, sollen die Arbeiten an der Bundesstraße noch in dieser Woche abgeschlossen sein. Für die Anwohner in Göllersdorf bleibt aber weiterhin das Problem der Gefahrenstelle Wiener Straße.