"Sozial- und Gesundheitsoffensive": Mödling investiert 150.000 Euro

Heizkostenzuschuss wird verdoppelt, es gibt neue Senioren-, Grätzel- und Familientreffs sowie Gesundheitsberatung.
Drei Politiker stehen nebeneinander

Eine "Sozial- und Gesundheitsoffensive" hat der zuständige Stadtrat Stephan Schimanowa (SPÖ) in Mödling ausgerufen. Auf seinen Antrag wurde vom Gemeinderat nicht nur die Verdoppelung des Heizkostenzuschusses des Landes NÖ beschlossen, es sollen auch neue Senioren- und Grätzel-Treffs in der Stadt geschaffen werden.

Man will in Elternbildung, Gesundheitsförderung von Mädchen und in die psycho-soziale Beratung von Jugendlichen investieren. Dafür nimmt die Stadtgemeinde über 150.000 Euro in die Hand.

„Mit den beschlossenen Maßnahmen sprechen wir alle Altersgruppen und auch die Personen an, die nach einer kostenintensiven Heizperiode dringend finanzielle Unterstützung brauchen“, sind sich Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ) und Vizebürgermeister Rainer Praschak (Grüne) einig. 

Neues Konzept für Seniorentreffs

Vor dem Sommer 2025 waren die Seniorentreffs mit der Ankündigung geschlossen worden, sie auf neue Beine zu stellen. Aktuell sei das Sozialreferat in Gesprächen mit Sozialorganisationen zwecks Umsetzung eines neuen Betreuungskonzepts, so Schimanowa, der verspricht: „Die Treffs sollen auch als Grätzel-Treffpunkte fungieren und noch vor dem Sommer eröffnet werden.“

Besonders wichtig sei ihm der Ausbau der Kooperation mit dem Eltern-Kind Zentrum (EKIZ). "Ab sofort starten Themencafés zu Erziehungs- und Gesundheitsfragen für interessierte Eltern, Mädchenberatung und die kostenlose Abgabe von Menstruationsartikeln und Windeln", kündigt der Sozialstadtrat an.

„Im Eltern Kind Zentrum arbeiten absolute Profis in Fragen der Kindererziehung, Entwicklungspsychologie, Ernährung, Geburt und Gesundheit. Mit der beschlossenen Kooperation wollen wir noch mehr Personen die Möglichkeit bieten, EKIZ-Angebote in Anspruch nehmen zu können“. 

Förderung für Jugendberatung

Förderungen gibt es seitens der Stadt für die Jugendberatungsstelle "Waggon" am Bahnhof und die Mobile Jugendarbeit. Schimanowa: „Eine wachsende Anzahl an jungen Menschen ist psychisch massiv belastet. Durch unsere Förderung sichern wir ein niederschwelliges psycho-soziales Angebot für betroffene Jugendliche in der Stadt."

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