© Annaberg/Hannes Mautner

Chronik Niederösterreich
11/25/2019

Skigebiete in NÖ: Jetzt fehlt nur noch der Schnee

1,7 Millionen Euro in neue Saison investiert – hauptsächlich in Infrastruktur

von Martin Gebhart

Noch hat man nicht das Gefühl, dass sich in Niederösterreich der Winter bereits festgesetzt hat. Dennoch wollen einige Skigebiete Anfang Dezember bereits mit ihrem Betrieb beginnen, vor allem im westlichen Mostviertel. Für das Land ist der Wintersport ein entscheidender Tourismusfaktor. Deswegen wurde auch für die heurige Saison einiges erneuert und verbessert. Insgesamt um rund 1,7 Millionen Euro.

Über die NÖ Bergbahnen (NÖ BBG), eine hundertprozentige Tochter der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus, ist das Land – bis auf den Semmering – an fast allen größeren Skigebieten beteiligt. Am Annaberg, in Mönichkirchen-Mariensee und St. Corona als Mehrheitseigentümer, am Hochkar und in Lackenhof am Ötscher gemeinsam mit der Schröcksnadel-Gruppe.

Das hat diesen Gebieten in den vergangenen Jahren einen enormen Schub gebracht, und natürlich auch hohe Investitionen des Landes.

Riesiges Einzugsgebiet

Die Rechnung ist auch deswegen aufgegangen, weil diese Skipisten mit der Bundeshauptstadt Wien und den Nachbarländern im Osten ein riesiges Einzugsgebiet haben. Die Bezeichnung „Hausberge der Wiener“ bestätigt sich da Jahr für Jahr: Fast 70 Prozent der Wintersportler – gleichgültig ob Skifahrer, Tourengeher oder Langläufer – kommen je zur Hälfte aus Wien oder Niederösterreich. Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP): „Unsere Gäste erwarten ein stimmiges Gesamtangebot, das bei der Online-Buchung von Tickets und Unterkünften beginnt und bis zu Freizeitangeboten für jede Altersstufe und jeden Fitnessgrad reicht. Für einen gelungenen Winterurlaub müssen sehr viele Faktoren zusammenspielen.“

Wobei man auf eine bestimmte Zielgruppe besonderes Augenmerk legt. „Niederösterreichs Skiregionen konzentrieren sich auf Familien mit Kindern und wollen dieser Zielgruppe beste Qualität und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten“, sagt Bohuslav.

Beschneiungsanlagen

Investiert wurde unter anderem in drei zusätzliche Beschneiungsanlagen für die Annaberger Lifte. Bei den Ötscherliften gibt es eine zusätzliche Skitouren-Strecke und eine neue Schneeschuhwanderroute. Beinahe alle Regionen haben Verbesserungen bei den Zutrittssystemen und der technischen Ausrüstung vorgenommen. In Mönichkirchen wurde die Parkplatzsituation trotz einiger Widerstände nun doch verbessert.

Für ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger spricht auch die Debatte um den Klimaschutz für Skigebiete, die auf kurzen Wegen zu erreichen sind. „Nicht zuletzt ist die hervorragende Erreichbarkeit der Skigebiete aus den Ballungszentren auch ein Beitrag zu mehr Lebensqualität und zum Klimaschutz. Denn so ein Winterurlaub in Österreich verursacht nur etwas mehr als ein Fünftel der Treibhausgas-Emissionen eines Spanien-Urlaubs mit dem Flugzeug“, sagt Danninger.

Wobei eben derzeit in NÖ mit dem Schnee die wichtigste Zutat noch fehlt.

Geplante Termine:

Im Mostviertel:        

Annaberg ab 7. Dezember

Hochkar ab  Anfang Dezember

Lackenhof ab Anfang DezemberGemeindealpe ab 7. Dezember (immer je nach Schneelage)

In den Wiener Alpen:

Puchberg am Schneeberg: Wunderwiese ganzjährig, der Rest je nach Schneelage

Semmering: Der Liftbetrieb startet im Dezember, das Eröffnungsfest ist am 20. Dezember geplant.

Mönichkirchen: Anfang Dezember, je nach Schneelage

Raxalpe:  Anfang Dezember, je nach Schneelage

Die Schneelagen in NÖ gibt es hier.

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.