Chronik | Niederösterreich
14.08.2017

Semmering: Bahnstrecke bis Oktober gesperrt

Ersatzverkehr wurde eingerichtet. Arbeiten kosten 29 Millionen Euro.

Auf der denkmalgeschützten Bahnstrecke über den Semmering haben am Sonntag umfangreiche Bauarbeiten begonnen. Konkret ist die Strecke zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag betroffen. Der Regionalverkehr soll erst am 13. Oktober wieder aufgenommen werden, der Fernverkehr wird vorerst noch eingleisig über den Semmering geführt. Ausgebessert werden unter anderem Gleisanlagen, Tunnel und die Oberleitungsanlagen im Bahnhof Semmering.

Verzögerungen

Bis dahin gibt es einen Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Pendler müssen aber eine längere Fahrt einplanen. Denn die Ersatzbusse werden bis zu einer halben Stunde länger fahren als die Züge.

Täglich rollen 180 Züge über die 160 Jahre alte Bergstrecke mit UNESCO-Welterbe-Status. Temperaturschwankungen, Schnee und Frost haben laut Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Gleisanlagen so zugesetzt, dass sie deswegen saniert werden müssen.

Nach Fertigstellung der Gesamtarbeiten am Semmering-Basis-Tunnel sollen die großen und schweren Güterzüge zum Großteil durch diesen geführt werden. Dadurch kann die Bergstrecke vermehrt für Regionalfahrten oder touristische Zwecke genutzt werden.

Totalsperre

Die ÖBB investieren insgesamt fast 29 Millionen Euro, um zehn Kilometer Schienen, Weichen und Oberleitungsanlagen sowie Bahnsteige, Tunnel und Viadukte zu erneuern.

Von 11. September bis 1. Oktober wird es auf der gesamten Semmering-Bahnstrecke zu einer Totalsperre kommen. Während dieser wird im September für den Fernverkehr ein Schienenersatzverkehr ab Wiener Neustadt eingerichtet.