Schilderwald narrt Autolenker

© Bild: P. Wammerl

Südautobahn: Nach dem generellen Tempo 100 am Wechsel sorgt nun eine Flut an Verkehrszeichen für Verwirrung bei den Lenkern.

Da soll sich einmal jemand auskennen! Der Wechselabschnitt der Südautobahn ist nicht nur wegen des jüngst verordneten Tempo 100 in aller Munde. Auch der wild wuchernde Schilderwald sorgt bei vielen Autofahrern für Verunsicherung. Alleine auf dem knapp zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen Krumbach und Grimmenstein zählt man bergab zwölf Tafeln mit Geschwindigkeitsbeschränkungen und in etwa noch einmal so viele Warnhinweise.

Wer aufmerksam vom Wechsel in Fahrtrichtung Wien unterwegs ist, verliert nach wenigen Kilometern den Überblick. Das Problem ist auch bei der zuständigen Autobahnpolizei Warth bekannt. Nicht erst einmal haben Schnellfahrer die verwirrende Beschilderung als Ausrede benutzt. Bis zur Landesgrenze dürfen die Autofahrer mit 130 km/h unterwegs sein. Ab dann gilt bis zur Section Control das neu verordnete 100-km/h-Limit - jedoch nicht bei Nässe und Regen. Hierfür gibt es unter jeder 100er-Beschränkung die 80-km/h-Zusatztafel. Zwischendurch wird aber auch diese Beschränkung aufgehoben. "Alles in allem ist es eine verwirrende Situation. Speziell für Verkehrsteilnehmer, die nicht regelmäßig dort unterwegs sind", erklärt ein Autobahnpolizist.

Verwirrende Verkehrszeichen-Vielfalt
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Auch bei der Verkehrsabteilung der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen ist die verzwickte Lage bekannt. Im Rahmen der Diskussion um das 100er-Limit habe es Arbeitskreise gegeben, die sich auch mit der Beschilderung beschäftigt haben, erklärt Astrid Brandstetter von der BH Neunkirchen. Zuständig sei als Straßenerhalter jedoch die ASFiNAG. Dort hat man auf Anfrage des KURIER eine Überprüfung angekündigt. "Die Beschilderung ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Beispielsweise muss nach jeder Anschlussstelle das Tempolimit angezeigt werden. Aber es ist nicht Sinn und Zweck die Autofahrer zu verwirren", sagt ASFiNAG-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla.

Erstellt am 05.12.2011