Schienenverkehr im Waldviertel: Bahnhof Sigmundsherberg wiedereröffnet
Die Neugestaltung des Bahnhofs Sigmundsherberg ist abgeschlossen.
Ein neuer Personensteg mit Aufzügen für die Barrierefreiheit und verbesserte Zugangs- und Umsteigemöglichkeiten - der Bahnhof Sigmundsherberg im nördlichen Niederösterreich feiert Wiedereröffnung. Neben bereits vollzogenen Modernisierungsmaßnahmen sind bis Ende 2030 noch weitere Projekte geplant, beispielsweise eine Direktanbindung nach Horn.
"Eine Fahrzeitkürzung von 15 Minuten nach Horn über Sigmundsherberg wird zukünftig neue Qualitäten für die Pendler bringen. In Sigmundsherberg wurde der erste wichtige Schritt zur Realisierung der elektrischen Anbindung der Bezirkshauptstadt Horn gesetzt", erklärt Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer bei einem Pressetermin.
53 Millionen Euro Kosten
Die Neugestaltung des Bahnhofs Sigmundsherberg ist Teil eines Mobilitätspakets von ÖBB, Bund und Land Niederösterreich. Ziel des Modernisierungsprozesses ist die Aufwertung der Franz-Josefs-Bahn sowie die Förderung des Bahnverkehrs im Waldviertel. Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG, erläutert: "Die Franz-Josefs-Bahn ist für das Waldviertel eine sehr wichtige Strecke für den Personen- und Güterverkehr."
Zu den zentralen Verbesserungsmaßnahmen im Bahnhofsbereich zählt unter anderem ein rund 58 Meter langer Personensteg in Sigmundsherberg. Aufgrund der umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen belaufen sich die Kosten des Bahnhofausbaus auf rund 53 Millionen Euro.
Bei der Wiedereröffnung des Bahnhofs Sigmundsherberg (v.l.): Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer, Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais, Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG, Bürgermeister von Sigmundsherberg Franz Göd.
Vorteile für Fahrgäste
Nicht nur der Bahnverkehr im Waldviertel, sondern auch die Fahrgäste profitieren von den gesetzten Maßnahmen im Bahnhofsausbau. Neue, verlängerte Bahnsteige, ein verbesserter Zugang zum modernisierten Warteraum sowie digitale Infostelen sollen den Pendlerinnen und Pendlern zukünftig die Reise mit dem Zug erleichtern.
Auch für die Barrierefreiheit bringt der Modernisierungsprozess des Bahnhofs Sigmundsherberg Vorteile. Ein neuer Personensteg mit Aufzugsanlagen verbindet die Park&Ride-Anlage, die Bahnsteige und den Zugang zum Ortszentrum miteinander.
Arbeiten entlang der Franz-Josefs-Bahn
Der Ausbau des Bahnhofs in Sigmundsherberg ist nicht die einzige Infrastrukturmaßnahme, die in den nächsten Jahren entlang der Franz-Josefs-Bahn umgesetzt wird. In den kommenden Jahren wollen die ÖBB Gleis- und Weichenanlagen, Oberleitungen, Brücken sowie Ober- und Unterbau erneuern. Zudem werden mehrere Bahnhöfe bis 2027 mit elektronischen Stellwerken ausgestattet.
Auch im Umkreis des Bahnhofs kommt es in Zukunft zu Streckenunterbrechungen und Fahrplaneinschränkungen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen soll Abhilfe schaffen.
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