© Sophie Seeböck

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
03/31/2021

Kinderkunstlabor ließ Wogen im St. Pöltner Gemeinderat hochgehen

Trotz hitziger Wortgefechte und Kritik stimmte die ÖVP in der Marathonsitzung am Montag den Plänen zu.

von Johannes Weichhart, Sophie Seeböck

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Als am Montag nach Mitternacht der letzte Tagesordnungspunkt besprochen wurde, sah man schon viele müde Gesichter. Acht Stunden hatte der Gemeinderat zuvor getagt, bei manchen Themen gingen die Emotionen hoch. „Einige verwechseln den Gemeinderat leider mit einer Kabarettbühne“, seufzt SPÖ-Vizebürgermeister Harald Ludwig.

Hitzige Beschlussfassung 

Einmal mehr ließ das geplante Kinderkunstlabor im Altoona-Park die Wogen hochgehen. Wie berichtet, haben Stadt und Land die entsprechenden Pläne bereits vorgelegt, vorgestern ging es um den Beschluss.

Die ÖVP St. Pölten versuchte in der Diskussion einen politischen Spagat, kritisierte die Sozialdemokraten, stimmte schließlich aber zu. „Die SPÖ hat durch eine schlechte Projektsteuerung für die Verzwergung und Provinzialisierung gesorgt und das Projekt öffentlich an die Kippe gebracht“, sagte ÖVP-Klubobmann Florian Krumböck.

Bürgerwünsche

Bürgermeister Matthias Stadler hatte da eine andere Sicht der Dinge: „Wir haben auf die Anliegen der St. Pöltner gehört, die Wünsche von Kindern und Künstler miteinbezogen sowie höchste Ansprüche an Nachhaltigkeit, ökologische Bauweise und die Integration und Aufwertung des Altoona-Parks gelegt“, betonte er.

Pinker Gegenwind

Als über die Finanzierung des Kinderkunstlabors abgestimmt wurde, gab es dann nur eine Enthaltung. Die kam vom pinken Einzelkämpfer im Gemeinderat, Niko Formanek.

Für den Entertainer stamme das Konzept aus einer anderen Zeit. „Die Kultur wird sich durch Corona radikal verändern“, begründet er seine Entscheidung.

Diskussion um Hallensanierung

Auch zu einem Bericht des städtischen Rechnungshofs gingen die Wogen zwischen den Fraktionen hoch.

Dabei ging es um die Sanierung der Prandtauerhalle, wobei die ÖVP mehr Einsatz der Stadtregierung im Bildungsministerium, welches finanzielle Unterstützung beisteuern soll, forderte. Einig war man sich über die Dringlichkeit der Sanierung.

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