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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
03/19/2021

Etappenstieg für Asfinag bei S34, doch mit Einsprüchen wird gerechnet

Nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung wurden nun alle erstinstanzlichen Bescheide positiv ausgestellt. Der Baubeginn der Schnellstraße wird seit Jahren verschoben.

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Die geplante Traisental Schnellstraße (S34) zwischen St. Pölten und Wilhelmsburg scheidet schon seit Jahren die Geister. Erst im Jänner änderte die Asfinag ihr rund 208 Millionen Euro teures Projekt vor dem Bundesverwaltungsgericht, um dem streng geschützten Wachtelkönig ein Weiterleben in der Region zu ermöglichen – und hoffen damit, bis Jahresende grünes Licht zu erhalten.

Die Gegner der Schnellstraße kämpfen weiter dagegen an. Nun ist nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der Naturschutz- und landesstraßenrechtliche Bescheid vom Land Niederösterreich für die S34 erlassen worden. "Damit wurden erstinstanzlich alle Bescheide positiv ausgestellt", sagte Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla.

Asfinag rechnet mit Einsprüchen 

"Wir rechnen mit Einsprüchen", bestätigte die Sprecherin am Freitag auf Anfrage einen ORF NÖ-Bericht. Die Frist dafür läuft bis 29. April.

Die positiven Bescheide im Naturschutz- und Landesstraßenverfahren wurden am Donnerstag erlassen. Als nächste Instanz ist - wie auch bei den Beschwerden gegen den UVP-Bescheid - das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) am Zug. Wird zugunsten der Asfinag entschieden, erfolgen die Grundeinlösen und die vorgezogenen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen wie zum Beispiel die Schaffung von Ersatzlebensräumen für die dortige Fauna und Flora, sagte Vucsina-Valla.

Baubeginn mehrmals verschoben 

Der Baubeginn für die geplante neue Verbindung von St. Pölten bis Wilhelmsburg wurde bereits mehrmals verschoben und ist nun frühestens für 2023 vorgesehen. Für die neun Kilometer lange Straße sind rund 208 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt. Die S34 soll für weniger Verkehr entlang der Mariazeller Straße (B20) und eine bessere Anbindung an die Westautobahn (A1) sorgen. Kritiker befürchten dagegen unter anderem mehr Verkehr, Lärm und Schadstoffe.

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