© KURIER/Stefan Straka

Konfrontation
11/07/2014

Rote wollen absolute Mehrheit zurück

Stockerau.ÖVP fordert die SPÖ zum Duell heraus

von Stefan Sailer

47,19 Prozent der Stimmen. Damit hatte die SPÖ 2010 erstmals in der Geschichte von Stockerau ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat verloren. Erstmals musste sich Bürgermeister Helmut Laab somit auf die Suche nach einem Koalitionspartner begeben. Doch anstatt einer Koalition wurde eine Kooperation mit den Grünen geschlossen. "Wir wollten uns nicht zu eng aneinander binden", sagt Grüne-Stadtrat Andreas Straka.

Im Vorjahr kam schließlich der große Bruch. Der Anlass war das leidige Thema KIG (Kommunale Immobilien Liegenschaftsverwaltungs- und Verwertungsgesellschaft). 2008 wurden darin die Immobilien der Stadt ausgelagert, um die Schulden zu drücken. Die Grünen warfen Laab mangende Transparenz vor und kündigten die Zusammenarbeit auf.

Bei den kommenden Gemeinderatswahlen hofft man bei der SPÖ deshalb, die absolute Mehrheit wieder zurückzugewinnen. "Manche Projekte können damit einfacher umgesetzt werden", sagt Laab. Gleichzeitig hält er jedoch fest, dass der Dialog mit allen Parteien fortgesetzt wird.

Einen möglichen Alleingang der Roten zu verhindern ist das Ziel der Grünen. "Damit ist man weiterhin zur Kooperation gezwungen", sagt der grüne Spitzenkandidat. Vor allem beim notwendigen Verkehrskonzept will er auch künftig mitreden.

Bürgermeister-Wechsel

ÖVP-Kandidatin Christa Niederhammer will unterdessen das Bürgermeisteramt erobern. Die Spitzenposition der SPÖ sei zwar außer Frage gestellt. "Wir hoffen aber auf einen großen Zugewinn, wodurch der Wunsch zur Veränderung abzulesen ist", erklärt die derzeitige Stadträtin. Für die nächste Periode fordert sie wieder ein klares Profil der Stadt, bei der Konsolidierung der Finanzen die Einbindung der Bürger. Einschnitte müssen gemeinsam festgelegt werden.

Die Finanzen sind schließlich angespannt. Der Schuldenstand beträgt rund 37 Millionen Euro, dazu kommen 52 Millionen Euro Haftung für die KIG. Eines steht für Niederhammer deshalb bereits fest: "Einfach wird es für niemanden."

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