Regionale Lkw-Lawine ist gestoppt

Bürgermeisterin Töpfl und Abgeordneter Hornek freuen sich über die wirkungsvolle Maßnahme. Das hohe Lkw-Aufkommen hat nachgelassen.
Foto: VPNÖ

Seit drei Wochen gilt ein Fahrverbot für Transit-Lkw auf zwei nö. Straßen. Niedrigeres Aufkommen entlastet die Bürger.

Sie sprechen von einem spürbaren Erfolg, den sich Landeshauptmann Erwin Pröll und die leidgeplagten Anrainer mit dieser Maßnahme erhofften. Das Fahrverbot für Transit-Lkw auf der Horner (B 4) und Waldviertler Bundesstraße (B 2), das seit drei Wochen in Kraft ist, zeigt Wirkung. Eine aktuelle Verkehrszählung hat ergeben, dass der Lkw-Verkehr auf den genannten Strecken deutlich zurückgegangen ist, was als Entlastung für die betroffenen Anrainer zu werten ist.

Die Bürger entlang der B2 und B4 können aufatmen. "Mit dem Fahrverbot verbessern wir die Lebensqualität und Sicherheit", freuen sich VP-Nationalratsabgeordneter Erwin Hornek und Anette Töpfl, Bürgermeisterin in Vitis, Bezirk Waidhofen. Ihre Gemeinde zählt zu den betroffenen Orten. Wie berichtet, klagten viele Bürger seit April 2010 über eine starke Zunahme des Schwerverkehrs auf der B 2 und B 4, weil sich viele Lkw-Fahrer auf dem Weg von Prag nach Wien die in der Slowakei neu eingeführte Autobahn-Maut ersparen wollten.

Zählung

Die neuen Verkehrszahlen sprechen eine deutliche Sprache. An den Zählstellen in Horn, Mold und Glaubendorf nahm der Lkw-Verkehr in den vergangenen drei Wochen um 370 bis 410 Lastwagen pro Tag ab. Auch die Grenzstellen Gmünd, Neu-Nagelberg und Grametten registrierten eine Abnahme von durchschnittlich 500 Lkw täglich. Die regelmäßigen Kontrollen der Polizei bringen den Erfolg. "Es gibt täglich noch Lkw-Fahrer aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei, die das Verbot ignorieren", sagt Gerald Zimmermann, Leiter der Grenzpolizei-Inspektion Gmünd, der den Rückgang des Lkw-Verkehrs bestätigt. Ein Verstoß des Fahrverbots kostet dem Lenker eines Transit-Lkw bis zu 500 Euro. Vom Verbot ausgenommen sind der Ziel- und Quellverkehr.

"Die Auswirkungen sind spürbar", attestiert auch Maissaus Bürgermeister Josef Klepp. "Das ist schon am ersten Tag aufgefallen."Und Klepp spricht nicht nur von der Ortsdurchfahrt. Auch Pendler - wie Klepp einer ist - merken den Unterschied. "Es sind deutlich weniger Lkw unterwegs." Für mehr Verkehrssicherheit sorgt ab sofort auch eine weitere Fahrspur auf der B4 im Bereich Ravelsbach, Bezirk Hollabrunn. Das drei Kilometer lange Teilstück bietet sichere Überholmöglichkeiten

(kurier / Jürgen Zahrl, Michaela Reibenwein) Erstellt am
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