Chronik | Niederösterreich
21.07.2018

Regen und Hagel erwischten Wachau

In der Wachau mussten zahlreiche Keller ausgepumpt und mehrere vermurte Straßen gereinigt werden.

Die Unwetter trafen – wie angekündigt – in den Abendstunden des Samstags im Osten Österreichs ein. Und sie hielten die Feuerwehren in Niederösterreich vor allem in der Wachau und auch im Waldviertel auf Trab. Dort mussten zahlreiche Keller ausgepumpt und mehrere vermurte Straßen gereinigt werden. Auch in den Bezirken Baden, Tulln, Korneuburg und im Weinviertel gab es Einsätze. In den meisten Fällen waren sie allerdings auch wieder rasch zu Ende.

Am stärksten betroffen war der Spitzergraben in der Wachau. Konkret die Gemeinden von Spitz bis Mühldorf, wobei es in Spitz selbst noch die wenigsten Unwetterschäden gab. Die starken Regenfälle sorgten aber nicht nur in Einfamilienhäusern für Wasserschäden, sie trafen auch die Weingärten. So postete etwa das Weingut Högl Fotos, wie sehr die Weinreben in Mitleidenschaft gezogen worden sind, weil schwere Gewitter mit Hagel den Spitzergraben heimgesucht und erhebliche Schäden angerichtet hätten.

Wind entfachte Feuer

Ein starker Wind im Waldviertel sorgte in Waldreichs im Bezirk Waidhofen an der Thaya für eine heikle Situation. Gegen 16.20 Uhr war der Feuerwehr gemeldet worden, dass ein Holzstoß im Waldgebiet in Vollbrand steht. Vier Feuerwehren rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen und um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Bei einem erntereifen Feld in der Nähe des Holzstoßes gelang das, beim Wald selbst nicht. Durch den Wind griff das Feuer auf den Hochwald über. Mit Hilfe von Atemschutzgeräten und durch den massiven Einsatz von Löschwasser gelang es aber, den Brand nach 30 Minuten unter Kontrolle zu bringen.