Chronik | Niederösterreich
12.12.2011

Privatklinik bringt 60 neue Jobs

Die 18 Millionen Euro teure Krankenanstalt für Psychiatrie in Krems hat den Betrieb gestartet. 24 Patienten werden bereits betreut.

Still und leise ist die Privatklinik im Kremser Stadtteil Hollenburg in Betrieb gegangen. Seit wenigen Tagen genießen die ersten 24 Patienten den Panorama-Ausblick auf die Donau, die Weinberge und das Stift Göttweig. Stufenweise soll die fast 18 Millionen Euro teure Sonderkrankenanstalt für psychiatrische Rehabilitation ab sofort auf Betriebstemperatur gebracht werden. „Wir nehmen vorerst nur wenige Patienten, weil sich die Abläufe im neuen Haus erst einspielen müssen“, erklärt Geschäftsführer David Fallmann. Im kommenden Frühjahr ist die offizielle Eröffnung geplant.

Zeitplan

Der Klinikstart war eine Punktlandung. Den anvisierten Eröffnungstermin ließen die verantwortlichen Baufirmen nie aus den Augen. „Der knappe Zeitplan hat gehalten. Wir sind überall fertig geworden“, erzählt Fallmann. Innerhalb von 18 Monaten ist auf dem 73.000 Quadratmeter großen Areal inmitten von Weinbergen ein 120-Betten-Komplex mit angeschlossener Tagesklinik, Ambulanz und einem 17-Suiten-Gesundheitshotel, in dem sowohl Patienten als auch Privatpersonen absteigen können, errichtet worden.

Geplant ist, dass die Privatklinik bis Ende Februar in Vollbetrieb geht und in der Endstufe maximal 120 Patienten aufnehmen und betreuen kann. Für die medizinische Versorgung ist ein Team mit rund 60 Beschäftigten – wie etwa Fachärzte für Psychiatrie und Allgemeinmedizin, Psychologen, Therapeuten, Diätologen, Heilmasseure und Sozialarbeiter – zuständig.

Geschäftsführer Fallmann rechnet mit einer hohen Auslastung und spricht von einem enormen Bedarf nach solchen Therapieplätzen. „Derzeit liegt die Wartezeit bei vier bis fünf Monaten.“ Die Klinik ist speziell für jene Menschen konzipiert, die mit ihrem Leben nicht mehr zurecht kommen. Behandelt werden Patienten, die zum Beispiel an Ängsten, Burn-Out, Depressionen oder anderen psychosomatischen Erkrankungen leiden. Ihnen soll geholfen werden, ihrem Leben wieder einen Sinn zu geben.

Die Betreuungskosten werden vom Sozialversicherungsträger übernommen. Ob der psychisch kranke Patient in der Privatklinik Hollenburg oder in einer anderen Krankenanstalt behandelt wird, entscheidet nach einer Zuweisung durch einen Facharzt die Versicherungsanstalt.

Rehab: Medizin für psychisch Kranke

Rund 18 Millionen Euro investierte die Grazer Sanlas Holding GmbH in die 13.300 Quadratmeter große Privatklinik Hollenburg, die mit 100 Einzelbett- und 10 Doppelzimmern ausgestattet ist. Behandelt werden etwa Depressionen, Erschöpfungszustände, Burn-out, Angststörungen und schizoaffektive Störungen. Im Dachgeschoß ist ein Gesundheitshotel mit 17 Suiten untergebracht.

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