NÖ: Sterne-Koch als Starthelfer für Restaurant „Frau Poldi“

Zwei Männer stehen vor einer Wand mit gerahmten Porträts.
Sechs Gänge mit ehemaligem Haubenkoch und Michelin-Sternträger Rudolf Grabner im Amstettner Hotel Exel

In der zuletzt mit dem Umbau der Innenstadt immer facettenreicher gewordenen Amstettner City-Gastronomie soll künftig eine honorige Dame eine Hauptrolle spielen. "Frau Poldi“ wird das Restaurant des Traditionshotels Exel künftig als kulinarische Anlaufstelle in der Stadt heißen. Damit soll der 2018 verstorbenen Leopoldine Exel, einer Grande Dame der Amstettner Gastlichkeit, ein Denkmal gesetzt werden. Zugleich signalisiert der neue Name auch die Zeit des Um- und Aufbruchs im Viersternhotel.

Mitten in den Geburtsstunden der Frau Poldi passt es geradezu perfekt, dass am heutigen Freitagabend mit Rudolf Grabner ein bekannter österreichischer Küchenchef im Hause Exel aufkocht. Der auch in der Pension rastlose Spitzenkoch, der mehrfach drei Gault-Millau-Hauben erkochte, wird ein sechsgängiges Menü, das ausschließlich aus seinen eigenen Klassikern besteht, kredenzen.

Festschmaus

Hotel- und Restaurant-Chef Andreas Plappert, ehemaliger erfolgreicher Schlosswirt in Waidhofen/Ybbs, hat im Vorjahr das vom Linzer Ehepaar Lisa Sigl und Michael Nell gekaufte Hotel als Geschäftsführer übernommen.

Er freut sich sehr, mit Grabner nun einen Küchenchef mit einem Michelin-Stern zu Gast zu haben. "Gerade herrscht ja mit dem neuen Michelin-Guide eine Aufbruchstimmung in der Küchenwelt“, sagt er.

Der von Grabner zusammengestellte sechsgängige Festschmaus mit Weinbegleitung der Winzer Gritsch (Wachau) und Nittnaus (Burgenland) sowie dem Mostello vom Mostviertler Josef Fahrthofer war freilich binnen drei Stunden nach Veröffentlichung ausverkauft.

Sechsgängemenü

Das Menü mit gebeiztem Saibling oder mit Aktivkohle und Tee verfeinerten Erdäpfeln auf Heu, Zander mit Lachs und Kohl auf speziellen Beilagen sowie Ente und Lammrücken sowie einem Mostviertler Dessert kam bei den Gourmets sofort an. Die Bodenständigkeit, mit der Grabner seine seit jeher auch etwas experimentellen Küchenhits mit traditioneller Kochkunst verbindet, soll auch Vorbild für die künftigen Speisekarten im Frau Poldi sein.

"Klassische Wirtshausküche, traditionell anders“, beschreibt Plappert das Konzept, das mit Küchenchef Gabor Vörös im Frau Poldi umgesetzt werden soll. Neben bestens angenommenen Angeboten des Hauses, wie den Tagesmenüs, der facettenreichen Speisekarte oder dem Sonntagsbrunch einmal im Monat sollen vierteljährlich auch weiterhin große Küchenmeister bei Frau Poldi als Gäste den Kochlöffel schwingen. 

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