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Chronik Niederösterreich
01/28/2020

NÖ: Mehr Spezialisten im Kampf gegen Waldbrände

Die Einsätze nehmen massiv zu, 500 Feuerwehrleute sollen ausgebildet und ausgerüstet werden.

„Der Klimawandel“, sagt Landesvize Stephan Pernkopf, „ist auch bei unseren Feuerwehren angekommen.“ Tatsächlich waren die Einsatzkräfte 2019 durch Wetterextreme gefordert wie selten zuvor. Schon zu Jahresbeginn wurde die Hilfe der Freiwilligen dringend benötigt, weil die Bezirke Lilienfeld und Scheibbs in den Schneemassen versanken. Binnen zehn Tagen wurden in Summe 28.000 Arbeitsstunden verzeichnet.

41 Prozent mehr Waldbrände

Aber auch die extreme Hitze und Dürre hinterließen in der Einsatzstatistik einen deutlichen Eindruck. 123 Waldbrände in den Sommermonaten bedeuteten eine Zunahme von 41 Prozent. Das Ende der Fahnenstange sei aber damit noch lange nicht erreicht, betonte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Deshalb will er auch die Kameraden vorbereitet wissen. Fahrafellner kündigte deshalb die Anschaffung von zehn Waldbrandbekämpfungsfahrzeugen an, um für diese Entwicklung gerüstet zu sein.

 

Werden Heeres-Pinzgauer angekauft?

 

Möglicherweise könnten in Zukunft auch Pinzgauer des Bundesheeres zum Einsatz kommen. Die Fahrzeuge haben sich auch in besonders schwierigem Terrain sehr bewährt und könnten sich deshalb für die Anforderungen der Feuerwehr bei Waldbränden eignen. Ob die Freiwilligen aber tatsächlich Pinzgauer erwerben werden, steht noch nicht fest.

 

Fix ist aber, dass bis zu 500 Helfer speziell geschult werden und eine Spezialausrüstung bekommen sollen. „Wir nehmen die Situation sehr ernst“, sagte der Feuerwehrchef, der verspricht, dass in den kommenden Jahren in jedem Landesviertel entsprechende Experten zur Verfügung stehen werden.

 

Neue Mitglieder

Neben den Waldbränden erhöhte sich 2019 auch die Zahl der in Flammen stehenden Bauernhöfe, 110-mal (plus 26 Prozent) rückte die Feuerwehr zu entsprechenden Objekten aus. Von 1.053 auf 1.207 gestiegen sind die Menschenrettungen, 1.652 Tiere (plus 188 Prozent) wurden aus Zwangslagen befreit. Bei den Einsätzen wurden im Vorjahr auch 300 Feuerwehrleute verletzt, sieben davon schwer.

Geld für die Wehren

In Sachen Mitgliedern steht die niederösterreichische Feuerwehr mit aktuell rund 99.600 – davon sind 7.844 Frauen – kurz vor der 100.00er-Marke. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich „fest davon überzeugt, dass diese Summe in den nächsten ein bis zwei Jahren überschritten werden kann“.

Mikl-Leitner betonte auch, wie wichtig die Mehrwertsteuer-Rückvergütung für die Wehren sei. Allein im Jahr 2019 wurden dadurch für 149 Fahrzeuge rund 4,2 Millionen Euro refundiert.

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