Einbruchsserie in NÖ aufgeklärt: Trio aus Ungarn festgenommen
Die Polizei befreite in Oberösterreich eine Vierjährige aus einem heißen Auto. Die Mutter hatte in der Zwischenzeit jemanden besucht.
Kriminalisten des Landeskriminalamtes Niederösterreich haben eine umfangreiche Einbruchsserie in Staubsauger- und Waschautomaten aufgeklärt, die sich im Frühjahr 2025 über gleich vier Bundesländer erstreckt hatte.
Insgesamt 42 Einbrüche in Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und Wien werden einer dreiköpfigen Gruppe ungarischer Staatsangehöriger zur Last gelegt.
Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 175.000 Euro – der Großteil davon entfällt mit etwa 161.000 Euro auf Sachschäden an den Automaten.
Festnahme auf frischer Tat
Die Taten ereigneten sich laut Ermittlungen im April und Mai 2025 vorwiegend bei Tankstellen und Waschstraßen. Am 17. Mai 2025 konnten zwei der Beschuldigten – ein 24-jähriger Mann und eine 27-jährige Frau, beide aus Ungarn – unmittelbar nach einem Einbruch in einen Automaten in Fürstenfeld in der Steiermark von örtlichen Polizeistreifen auf frischer Tat festgenommen werden. Beide wurden bereits im September 2025 rechtskräftig verurteilt.
Dritter Beschuldigter über Europäischen Haftbefehl ausgeliefert
Der dritte Beschuldigte, ein 39-jähriger Ungar, konnte zunächst entkommen. Auf Basis eines Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Korneuburg befand er sich seit Anfang Juni 2026 in Auslieferungshaft in Ungarn. Am 8. Juli 2026 wurde er schließlich ausgeliefert und von Ermittlern des Landeskriminalamtes festgenommen.
Bei seiner Einvernahme zeigte sich der 39-Jährige teilweise geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde er in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Tatorte verteilten sich mit 20 Fällen auf Niederösterreich – darunter allein sieben im Bezirk Bruck an der Leitha –, acht auf das Burgenland, elf auf die Steiermark sowie drei auf Wien.
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