(Symbolbild)

© APA/LUKAS HUTER

Niederösterreich
05/28/2019

26-Jähriger lieferte sich im Waldviertel wilde Verfolgungsjagd

Der Berufsschüler raste im Wagen der Polizei mit bis zu 160 Stundenkilometern davon.

von Jürgen Zahrl

Ein aus Nigeria stammender, 26-jähriger Berufsschüler aus Langenzersdorf lieferte sich im Waldviertel eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Weil er keinen Führerschein besaß, widersetzte er sich einer Kontrolle und raste der Exekutive in einem Opel Mokka mit bis zu 160 Stundenkilometern davon. Nach mehrmaligen Versuchen, den Mann zum Stoppen zu bringen, gelang es einem Beamten, den 26-Jährigen vorübergehend festzunehmen. Allerdings leistete der Mann heftigen Widerstand. Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich der Vorfall am Freitagnachmittag.

 

Auffälliges Fahrzeug

Einem Polizisten fiel das Fahrzeug aufgrund zahlreicher Beschädigungen mitten in der Stadt von Geras, Bezirk Horn, auf. Als er den Fahrer kontrollieren wollte, gab der Mann Gas und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit auf der L 40 in Richtung Oberhöflein. Die Polizisten nahmen mit ihrem Streifenwagen sofort die Verfolgung auf. Allerdings war der Fahrer mit bis zu 160 Stundenkilometern auf der Freilandstraße unterwegs. Auch durch das Ortsgebiet von Oberhöflein raste er mit weit überhöhtem Tempo. Mehrere Versuche, das Fahrzeug zu überholen und anzuhalten, misslangen, weil der Nigerianer immer wieder über die Fahrbahnmitte fuhr und so ein Vorbeifahren des Streifenwagens verhinderte. „Dabei kam es zu einigen äußerst gefährlichen Situationen“, berichtet ein Beamter.

Am Lenkrad festgeklammert

Unmittelbar nach dem Ortsende von Weitersfeld konnten die Polizisten den flüchtigen Fahrer zum Stoppen bewegen. Allerdings ignorierte er die Aufforderungen, den Motor abzustellen und auszusteigen. Stattdessen legte er den Retourgang ein und versuchte offenbar, abermals zu flüchten. Während die beiden Mitfahrer fluchtartig das Fahrzeug verließen, konnte ein Beamter den Fahrer, der sich am Lenkrad festklammerte und im Wagen verspreizte, aus dem Fahrzeug zerren und festnehmen. Eine Alkoholisierung lag nicht vor. Als Grund für seine filmreife Flucht nannte er die fehlende Lenkerberechtigung. Wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Nötigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt wurde der Mann bei der Staatsanwaltschaft Krems angezeigt. Auch aufgrund zahlreicher Verkehrsübertretungen drohen ihm mehrere Verwaltungsstrafen von der Bezirkshauptmannschaft Horn.

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